Wangen bei Olten

Ein Kulturträger erster Güte feiert sein 45-jähriges Bestehen

Von links: Urs Hänggi (1. Zunftrat), Ewald Frey (2. Zunftrat), Ruedi Berger (Säckelmeister), Roland Rötheli (Verkündmeister), Joe Mauron (Stubenmeister), Heinz Aebi (Zeugwart), Bernd Meyer (Chronist), Florian Frey (Stubenschreiber), René Arlati (Zunfthüsliwart) und Beat Büchler (Webmaster)

Der Zunftrat der Bärenzunft Wangen bei Olten.

Von links: Urs Hänggi (1. Zunftrat), Ewald Frey (2. Zunftrat), Ruedi Berger (Säckelmeister), Roland Rötheli (Verkündmeister), Joe Mauron (Stubenmeister), Heinz Aebi (Zeugwart), Bernd Meyer (Chronist), Florian Frey (Stubenschreiber), René Arlati (Zunfthüsliwart) und Beat Büchler (Webmaster)

Die Bärenzunft, die als Pionierin die Fasnacht von Wangen bei Olten zum Erblühen gebracht hat, feierte ihr 45-jähriges Bestehen.

Die aus dem kulturellen Leben von Wangen nicht mehr wegzudenkende Bärenzunft Wangen feierte im reformierten Kirchgemeindesaal mit rund 90 Gratulanten in fasnächtlich würdigem Rahmen ihren 45. Geburtstag. Anerkennung und Dank der Einwohnergemeinde überbrachte Gemeindepräsidentin Daria Hof-Schwarzentruber.

Narren und andere versammelt

Der 1. Zunftmeister Urs Hänggi begrüsste beim Apéro die rund 90 Gratulanten mit einem herzlichen Willkomm. Darunter waren auch die beiden Gründer Peter Christ – 1. Zunftmeister – und Urs Husi, eine Delegation der Einwohnergemeinde, eine von der Obernarren-Clique Gheidvagante mit Obernarr King Vegan alias Markus von Wyl und eine der Tüpflischisser-Clique. Einen speziellen Gruss richtete er an einige Wangner Chlausenzünftler als Servicepersonal sowie an die neun Mitglieder der super Guggenmusik Schmüdigäägeler.

Nach Apéro, einer Guggenmusikeinlage, einem Nachtessen und dem von den Zünftlern gesungenen Zunftlied, folgte die Festansprache des 1. Zunftmeisters Urs Hänggi und die Ehrung der verstorbenen Zünftler. Der weitere Verlauf des Abends wurde gestaltet von Musikeinlagen der Guggenmusik, Dia-Vorträgen von Zunftrat Beat Büchler und gemütlichem Beisammensein.

Urs Hänggi leitete seine Festansprache ein mit dem Hinweis auf die Entstehung der Fasnacht vor 5000 Jahren, vor allem aber wie sie von der Gründung der Bärenzunft an bis heute erfolgreich in Wangen zelebriert wird.

Stolz auf das Erreichte

Die Bärenzünftler seien stolz auf das in den 45 Jahren von ihnen Erreichte. Es sei das Ziel der Bärenzunft, mit den eigenen Cliquen Bärenzwicker und Bärendräckeler, dem Verein Gheidvaganten, der Clique Tüpflischisser und der Guggenmusik Steichlopfer auch künftig die närrischen Tage ideenreich zu gestalten.

«Ohne Mithilfe der Bevölkerung und der Behörde sind unsere Ziele jedoch nicht realisierbar. Wir freuen uns immer wieder über die aktive Teilnahme von den Wangnern an unseren Veranstaltungen. Nur so können wir in Wangen auch in den nächsten Jahren tolle Fasnachtstage erleben. Zu unserem Brauchtum Fasnacht müssen wir Sorge tragen», appellierte Urs Hänggi abschliessend.

Ein bisschen Geschichte

Die Bärenzunft Wangen wurde am 26. Januar 1973 im Restaurant Gäuerstübli von neun Zünftlern gegründet. Der Name «Bärenzunft» wurde gewählt, weil der Bär das Wappentier der Gemeinde Wangen bei Olten ist. Anschliessend wurde im Restaurant Ochsen das erste Bott zelebriert und 14 weitere Zünftler aufgenommen.

Somit bestand die Bärenzunft Wangen bereits an ihrem Gründungstag aus total 23 Zünftlern. Diese Zahl erhöhte sich auf heute 51 Zünftler: 10 Zunfträte und 41 Zünftler darunter 32 Altmeister, 2 Gesellen und 5 Jungzünftler. Und das unter sehr strengen Satzungen.

Die Bärenzunft als Pionierin hat die Wangner Fasnacht erst zum Erblühen gebracht. Ihre Zielsetzungen, die Dorffasnacht zu aktivieren und mit anderen Wangner Fasnachtsgruppen ideenreich zu gestalten, hat sie vollauf erreicht. Ein Höhepunkt ihrer Geschichte war 1990 die Einweihung ihres in 5000 Fronstunden ausgebauten eigenen Zunfthauses.

Ohne die Aktivitäten der Bärenzunft wäre das Dorf um einen die Dorfgemeinschaft fördernden Kulturträger ärmer. Das wurde bereits an der 10-jährigen, 20-jährigen-, 25-jährigen und ganz speziell an der Feier zum 40. Geburtstag mit der Einweihung ihres vierten Zunftkleides mit Nachdruck gebührend gewürdigt und gefeiert. Und das wurde auch an der Feier ihres 45. Geburtstages getan.

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