Bei einem Aufwand von rund 328'000 Franken schloss die Rechnung 7000 Franken unter Budget. Im Rahmen einer vor rund zwei Jahren getroffenen Vereinbarung, jährlich rund 50'000 Franken in den baulichen Unterhalt zu stecken, wurde im abgelaufenen Jahr das Pumpwerk Fahr in Wolfwil saniert; der bauliche Unterhalt insgesamt belief sich auf rund 53'000 Franken, was Thomas Blum, Präsident der Ara, als «quasi Punktlandung» bezeichnete

Der Investitionsbedarf ist damit aber noch nicht gedeckt: Vorausschauend kann festgehalten werden, dass im laufenden Jahr die Aussenrechenanlage in Fulenbach erneuert wird; diese dürfte mit knapp 40'000 Franken zu Buche schlagen.

Die Ara Aaregäu beansprucht auch fachmännisches Know how von der Partnerorganisation Ara Gäu in Gunzgen. Insgesamt bezog sie von dort Leistungen im Wert von knapp 110'000 Franken. Während 1600 Stunden waren die Angestellten des Zweckverbandes aus dem Gäu auf der Anlage der Ara Aaregäu tätig. Der Rahmen für langfristige diesbezüglich Kooperationsabmachung wird noch auszuhandeln sein.

Weniger Klärschlamm

Interessant sind weitere statistische Angaben rund um die Abwasserreinigung der beiden Dörfer Fulenbach und Wolfwil mit total gut 3800 Einwohnern. Die Kosten beliefen sich pro Kopf auf knapp 86 Franken. Damit sei man «gut bei den Leuten», so Blum. Ebenso erfreulich: Noch nie seit mindestens fünf Jahren fiel so wenig Klärschlamm an wie im vergangenen Jahr: 68,5 Tonnen oder 1783m3 nämlich.

Dies allein führte im Vergleich zum Budget zu Minderausgaben von rund 7000 Franken, wie Rechnungsführer Jörg Nützi berichtete. Weiter gilt festzuhalten: Zwar musste eine Steigerung des Stromverbrauchs festgestellt werden, doch schlug dieser weniger deutlich als erwartet durch; im Vergleich zur Rechnung 2014 lag er mit 37 000 Franken knapp 2500 Franken über dem Abschluss 2014 und 4000 Franken unter Budget.

Nitratgehalt gesenkt

Überraschend ist vielleicht die Tatsache, dass zufliessendes Abwasser weniger Nitrat enthält als das geklärte. Flossen 2015 der Anlage 4,7 kg Nitrat pro Tag (kg/d) zu, so verliessen im selben Zeitraum 23,5 kg die Anlage. Das habe damit zu tun, dass bei der Entgiftung von Ammonium (anorganische Stickstoffverbindung, die etwa beim biologischen Abbau organischer Stickstoffverbindungen, z.B. Eiweisse anfällt), Nitrat entstehe, so Klärwerkfachmann Roger Beck.

Im Übrigen aber habe sich der Nitratgehalt in der Abflussmenge deutlich reduzieren lassen. Der Wert aus dem letzten Jahr ist nach jenem von 2014 (22,6 kg/d) der tiefste seit 2010, als mit 30,6 kg/d ein Fünfjahresrekord erreicht wurde