Rickenbach ist eine Gemeinde des Wohneigentums und der Einfamilienhäuser. Mit knapp 100 hält sich die Anzahl der Mietwohnungen im 890-Seelen-Dorf in Grenzen. In den nächsten anderthalb Jahren sollen jedoch 47 weitere dazukommen.

Dafür will ein Einheimischer sorgen: Philipp Glutz und seine von Basel aus operierende Glutz Immobilien AG treten als Bauherrschaft der Überbauung «Wendelin» auf, für dessen Projekt die als Generalunternehmerin funktionierende ZSB Architekten SIA AG in Oensingen (Zurmühle Schenk Bigler) zuständig ist.

Die architektonisch eigenständige Überbauung besteht aus fünf Mehrfamilienhäusern, die auf drei beziehungsweise vier Geschossen inklusive Attika ausschliesslich Mietwohnungen beinhalten.

Für das Bauprojekt, das auf einem insgesamt 9300 Quadratmetern grossen Grundstück zu stehen kommen soll, wird der Wendelinweg in Richtung Wald verlängert. Die Vorbereitungsarbeiten dazu sind laut Glutz bereits im Gang und sollen bis Ende Juni beendet sein.

Mit 75 bis 113 Quadratmetern sowie Balkonen oder Terrassen gestalten sich die Zweieinhalb- bis Viereinhalb-Zimmerwohnungen überdurchschnittlich grosszügig. «Ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis ist mir wichtig», sagt Glutz.

«Die Überbauung hat einen geschlossenen Siedlungscharakter und ist ein institutionelles Projekt.» Dazu gehört auch ein separater Spielplatz. Als Zielpublikum soll das Projekt «ein Gemisch zwischen jungen Familien, Einzelpersonen sowie älteren Menschen ansprechen, die ihr Haus nicht mehr behalten, aber weiterhin in Rickenbach leben wollen».

Die vorwiegend gegen unüberbaubares Landwirtschaftsland im Südwesten ausgerichteten Wohnungen würden via Lift mit einer unterirdischen Einstellhalle verbunden, die etwa 65 Parkplätze bietet. Es ist vorgesehen, die in Procap-Standard ausgeführte Überbauung an das projektierte Fernwärmesystem im Schulhaus anzuschliessen.

Öffentliche Auflage bis 10. April

Den Rückmeldungen nach zu schliessen, die Philipp Glutz bisher bekommen hat, sind Mietwohnungen in Rickenbach offenbar ein Bedürfnis. «Ich hatte schon vor der Baueingabe 25 Anfragen», erzählt er.

Er zeigt sich sicher, dass die erste Etappe, zu der die drei südlich gelegenen Häuser mit 31 Mietwohnungen gehören, realisiert wird. Was aus der zweiten Etappe mit den zwei nördlich Richtung Wald gelegenen Häusern wird, soll die Projektentwicklung zeigen.

Geplant ist, im Sommer mit dem Bau zu beginnen, was ein Erstbezug im Herbst 2015 bedeuten würde. Bis 10. April hängt der Übersichtsplan zur öffentlichen Begutachtung im Schaukasten beim Eingang des Schulhauses.

Projektdetails sind während der ordentlichen Öffnungszeiten bei der Gemeindekanzlei erhältlich. Allfällige Einsprachen können an die Bau- und Werkkommission gerichtet werden. Philipp Glutz zeigt sich jedoch zuversichtlich: «Beim Projekt ist alles regel- und zonenkonform.»

Grundsätzlich spürt er aus der Gemeinde von Behörden- und Einwohnerseite «viel Goodwill. Dabei spielt sicher die jahrhundertelange Verankerung unserer Familie eine Rolle».