Hägendorf

Ein Defizit von über einer Million wird budgetiert — Aufenthalt auf dem Schulhausgelände in Randzeiten soll verboten werden

Aufenthaltsverbot in Randzeiten soll beim Schulhaus Thalacker eingeführt werden. (Archivbild)

Aufenthaltsverbot in Randzeiten soll beim Schulhaus Thalacker eingeführt werden. (Archivbild)

Trotz Minus soll es in Hägendorf keine Steuererhöhung geben.

Nach der ersten Lesung und mehrfacher Überarbeitung weist das Budget 2021 von Hägendorf ein Defizit von 1,17 Millionen Franken auf, wie es in einer Mitteilung der Gemeinde heisst. Die Abschreibungen betragen mit 1,18 Millionen praktisch genau gleich viel wie der Aufwandsüberschuss. Dies bei Nettoinvestitionen von 4,91 Millionen Franken, welche zu einem grossen Teil fremdfinanziert werden müssten.

Die Instandsetzung des Hallenbads und die Sanierung des Cholersbach machen dabei 2,4 Millionen respektive 1,4 Millionen aus. Die Finanzkommission schlägt laut Mitteilung vor, den Steuerfuss bei 107 Prozent zu belassen. Das Verwaltungspersonal soll keine Teuerungszulage erhalten und die Feuerwehrersatzabgabe unverändert belassen werden.

Auf dem Gelände des Schulhauses Thalacker kommt es abends immer wieder zu Lärmbelästigungen, Littering und Vandalismusschäden. Versuche, Ordnung zu schaffen, blieben laut Mitteilung ohne Erfolg. Deshalb wollen die öffentlich-rechtliche Anstalt Thalacker und die Gemeinde der Situation mit einem Aufenthaltsverbot in Randzeiten Herr der Situation werden.

Das richterliche Verbot, das auch schon auf dem Gelände der Primarschule gilt, ermögliche eine stärkere Handhabung gegenüber fehlbaren Personen, ist der Gemeinderat überzeugt. Bewilligungen für den Aufenthalt könnten bei der öffentlich-rechtlichen Anstalt Thalacker eingeholt werden. Der Gemeinderat hat dem Antrag knapp zugestimmt.

Der Gemeinderat hat ferner eine angepasste Vereinbarung mit der Eigentümerin der Parzelle mit Grundbuch-Nummer 1345 betreffend Kosten und Nutzung abgeschlossen. Die ursprüngliche Vereinbarung sah vor, dass die Gemeinde Kosten übernehme, die sich für eine Opportunitätsnutzung ergäben und im Gegenzug das Gelände wie gehabt für die kommenden 25 Jahre für die Chilbi nutzen könnte.

Weiter war vorgesehen, dass bei einer Veräusserung des Grundstückes vor Ablauf dieser 25 Jahre die Kosten durch den neuen Besitzer zu übernehmen seien. Bei den Verhandlungen kam nun der Vorschlag auf den Tisch, dass ein neuer Besitzer die Vereinbarung übernehmen könne und dann keine Kosten übernommen werden müssten.

Der Gemeinderat hat ein Grundstück mit 1274 m2, das an den Werkhof grenzt, für 250'000 Franken gekauft. Die Gelegenheit zum Kauf habe sich kurzfristig ergeben, weshalb der Erwerb in keiner bisherigen Investitionsplanung aufgeführt war, schreibt die Gemeinde. Hägendorf könnte sich mit diesem strategischen Kauf für die Zukunft einige Handlungsoptionen schaffen. (mgt/otr)

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