Olten

Ein Bau von «städtischer Eleganz»: Auffälliges Gebäude neben der Bahnlinie geplant

So könnte das Wohn- und Geschäftshaus Turuvani an der Tannwaldstrasse dereinst aussehen. Visualisierungen: zvg

So könnte das Wohn- und Geschäftshaus Turuvani an der Tannwaldstrasse dereinst aussehen. Visualisierungen: zvg

Immobilienbesitzer Reto Bernasconi will auf dem ehemaligem Turuvani-Areal gleich beim Bahnhof Olten ein Wohn- und Geschäftshaus bauen. Ein Neubau von knapp 30 Metern Höhe für rund 14 Millionen Franken soll realisiert werden.

Olten erhält an prominenter Lage gleich beim Bahnhof ein neues markantes Gebäude: An der Tannwaldstrasse 18, dort, wo bis anhin die Oltner Firma Turuvani mit ihrem Transportbetrieb noch bis Mitte April beheimatet war, soll in den nächsten Jahren ein neues Wohn- und Geschäftshaus entstehen.

Die Bernasconi Liegenschaften AG, die das 1243 m2 grosse Grundstück inklusive Liegenschaften bereits vor über zwei Jahren gekauft hat, will einen Neubau mit 50 Wohnungen sowie Büro- und Gewerbeflächen für rund 14 Millionen Franken realisieren. Wegen der geplanten Höhe von knapp unter 30 Metern mit zehn Stockwerken ist eine Zonenplanänderung mit neuem Gestaltungsplan nötig.

Das Gebäude würde der höchste Bau an der Tannwaldstrasse werden und könnte weitere Investitionen im Areal zwischen Bahnhof und Brücke über die Unterführungsstrasse auslösen, so jedenfalls die Hoffnung von Firmen-Verwaltungspräsident Reto Bernasconi. «Mit dem neuen Wohn- und Geschäftshaus wollen wir einen städtebaulichen Akzent setzen an einer der zentralsten Lagen von Olten gleich beim Bahnhof», so die Absicht von Bernasconi.

Im Erdgeschoss an der Tannwaldstrasse und im Erdgeschoss zur Unterführungsstrasse hin sind Gewerbe- und Restaurationsbetriebe vorgesehen. Im ersten Obergeschoss wird Platz für Büros geschaffen. In den weiteren acht Stockwerken gibts rund 50 1,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen für ein urbanes Publikum. Im Untergeschoss soll ein Autoeinstellplatz entstehen, der von der Rosengasse her zugänglich ist. Der Haupteingang für die Fussgänger ist über die Tannwaldstrasse vorgesehen. An der Unterführungsstrasse ist ebenfalls ein Eingang geplant.

Zudem soll mit dem Bau nicht nur die Tannwaldstrasse, sondern auch die Unterführungsstrasse aufgewertet werden. Die beiden höhenversetzten, sich kreuzenden Strassen werden für die Passanten neu über eine Treppe verbunden sein. Um den Neubau an die Gebäude in der Umgebung anzupassen, wird der Teil zur Unterführungsstrasse und Rosengasse hin maximal an die Höhe der bestehenden Bauten angeglichen. Eine Knacknuss für die Planer ist zudem die Lärmbelastung von Bahn und Strasse. Mittels mechanischer Lüftung soll das Gebäude mit Frischluft versorgt werden. Die Loggien in den Wohnungen dienen ebenfalls dazu, die Räume indirekt zu lüften.

Für den Neubau hat die Firma Bernasconi Liegenschaften einen anonymen Architekturwettbewerb mit fünf Büros durchgeführt. Das Siegerprojekt «Loki» der Scheitlin Syrig Architekten AG aus Luzern habe mit seiner «städtischen Eleganz, ohne monumental zu wirken» überzeugt, sagt Jurypräsident Philipp Husistein vom gleichnamigen Architekturbüro in Aarau.

Auch die Stadt Olten ist vom geplanten Wohn- und Geschäftshaus Turuvani überzeugt. Die Baudirektion war von Beginn an in das Projekt involviert und hatte auch Einsitz in der sechsköpfigen Jury. «Wir unterstützen eine verdichtete Bauweise mit einer städtebaulich massgeschneiderten Lösung an solch einer zentralen Lage in der Stadt», sagt Markus Pfefferli, Architekt in der Baudirektion.

Als nächsten Schritt werden nun der Gestaltungsplan und die Zonenplanänderung vorbereitet. Dazu soll es ein Mitwirkungsverfahren geben, wo sich Anstösser, aber auch weitere Kreise der Stadt über das Projekt informieren und dazu äussern können. Wenn der Regierungsrat den Gestaltungsplan inklusive Zonenplanänderung genehmigt hat, kommt es dann zum Baugesuch.

Info Die Wettbewerbsergebnisse sind bis zum 10. Juni im Foyer des Stadthauses ausgestellt.

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