Schützenmatte Olten
Ein Auto-Fahrverbot ohne Ausnahme und trotzdem gibt es sie – das stört einen SP-Politiker

Auf dem Weg zwischen Schützenmatte und Pontonierhaus in Olten fahren immer wieder Fahrzeuge. Dies sei störend, findet ein SP-Politiker.

Fabian Muster
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Vor allem im Sommer sind nicht nur Cargovelos des Velo-Lieferdienstes Collectors auf dem Weg zwischen Schützenmatte und Pontonierhaus unterwegs, sondern auch Autos.

Vor allem im Sommer sind nicht nur Cargovelos des Velo-Lieferdienstes Collectors auf dem Weg zwischen Schützenmatte und Pontonierhaus unterwegs, sondern auch Autos.

Bruno Kissling

Ruedi Moor hat in den vergangenen Sommermonaten beobachtet, dass Autos trotz Fahrverbot von der Schützenmatte zum Pontonierhaus gefahren sind und dort abgestellt wurden. Teilweise hätten bis zu zehn Autos dort gestanden. «Für die Velofahrer sind die Autos sehr störend, da beim Kreuzen breiter Autos abgestiegen werden muss. Mit Kinderwagen muss auf das Grasbord ausgewichen werden», schreibt der Oltner SP-Gemeindeparlamentarier in seiner kleinen Anfrage an den Stadtrat. Für Moor ist für die Fahrten «kein Grund ersichtlich», es sei doch eine Versorgung mit kurzen Wegen ab dem Vorderen Steinacker oder mit Cargovelos problemlos möglich.

In seiner Antwort bestätigt Stadtpräsident Martin Wey, dass auf dem erwähnten Weg ein Verbot für Autos und Motorräder besteht – dies ohne Ausnahme. Auch das Parkieren und Halten sei innerhalb eines Fahrverbots nicht gestattet. Daher sei die Durchfahrt nur für Velos, Fussgänger und fahrzeugähnliche Geräte wie Trottinette, Skateboards oder Rollerblades erlaubt. Trotzdem gibt es Ausnahmen, wie die Antwort des Stadtrats zeigt. Zu Stadtpolizei-Zeiten gab es «mündliche Absprachen, welche die Fahrten zwecks Güterumschlag zu den Pontonierhäusern und zurück tolerierten», schreibt Wey. Derzeit haben noch die beiden Hauswarte der Pontonierhäuser je eine Pikett-Karte, welche die Zufahrt gestattet. Verzichten will der Stadtrat auf demontierbare Pfosten, um die Zufahrt ganz zu verhindert, weil auch Fahrzeuge des Werkhofs oder Blaulichtorganisationen durchfahren müssten.

Zudem stellt der Stadtrat klar, dass der stärkere Verkehrsteilnehmer den schwächeren nicht gefährden darf. Umgekehrt darf der Fussgänger aber auch den Autofahrer nicht behindern und etwa vorsätzlich das Vorbeifahren verunmöglichen.