Als die Musikgesellschaft Trimbach am Dienstagabend zum Schweizer-Psalm anstimmte, zeigte das Thermometer immer noch 30 Grad im Schatten an.

Rund 500 Trimbacherinnen und Trimbacher waren der Einladung der Einwohnergemeinde gefolgt und liessen es sich beim Mühlemattsaal kulinarisch gut gehen.

Zwar verlangte das Anstehen für das Essen von den Leuten etwas Geduld, doch bot es auch die Gelegenheit auf ein Schwätzchen mit dem Nachbarn oder dem Vereinskollegen. Wer etwas später eintraf, fand keinen Sitzplatz mehr. Viel zu tun gab es für die Mannschaft und Entourage des FC Trimbach.

Die Fussballer und ihre Helferinnen und Helfer standen für einmal nicht auf dem Platz, sondern hinter der Theke oder am Grill. Oder an der Fritteuse, die zwar ausgestiegen war, aber durch gutes Teamwork schnell und praktisch unmerklich ersetzt werden konnte.

Der 1.-August-Redner Thomas Aeschi, ehemaliger Bundesratskandidat und Nationalrat (SVP, Zug) erzählte etwas dazu, warum die Schweiz schon derart lange existent ist.

Fehlende Jungbürger

Ein kleines Detail stimmte vor allem die älteren Jahrgänge nachdenklich: In Trimbach erschienen von fünfzig Jungbürgern gerade mal zwei zur Vereidigung. «Bei uns war das noch obligatorisch», rief jemand, und: «Wir haben uns damals noch auf solche Sachen gefreut.»

Gemeindepräsident Martin Bühler meinte etwas ratlos: «Das ist fast wie bei der Stimmbeteiligung an Gemeindeversammlungen.» Vielleicht liegt es ja auch daran, dass Ferien sind, dachte sich darauf manch einer.

Auf Raketen und Zuckerstöcke musste bekanntlich aufgrund der Dürre verzichtet werden. Es konnten auch keine Würste über dem offenen Feuer gebrätelt werden, geschweige denn Kerzen für Lampions angezündet werden.

Jungwach und Blauring Trimbach zeigten sich hierbei besonders flexibel, bastelten sie doch mit den Kindern anstelle der Lampions Windräder und zogen später mit diesen durch die Gassen.