Bevor der Sommer zu Ende ist, darf der «Donnschtig-Jass» in Olten bereits jetzt als eines der Highlights bezeichnet werden. Das Wetter war dem Fernsehanlass zwar nicht hold, nichtsdestotrotz fanden sich rund 2500 wetterfeste Oltnerinnen und Oltner vor gut zwei Wochen in der Oltner Begegnungszone ein. Trotz Regen konnte sich die Dreitannenstadt im besten Lichte zeigen und bewies ausserdem, dass man eine echte Jass-Stadt ist.

Im Weiteren zeigte sich, dass es beim «Donnschtig-Jass» notgedrungen stets Gewinner und Verlierer gibt, man sich gegenseitig aber respektiert. So war es eine schöne Geste der Subinger – dem Oltner Jassgegner in Küsnacht ZH –, dass sie mit einer Delegation in Olten anwesend waren. OK- und Stadtpräsident Martin Wey vergass aber auch nicht die zu würdigen, die in den Festivitäten in der Begegnungszone oft vergessen gehen: dem Gewerbe und der Anwohnerschaft. «Das Entgegenkommen und ihr Verständnis sind nicht selbstverständlich», so Wey.

Auch das Schweizer Fernsehen zeigte sich im Grossen und Ganzen äusserst zufrieden mit der lokalen Organisation. Das Kompliment ging dabei aber hauptsächlich an das Publikum, welches beinahe bis zum Schluss im strömenden Regen ausharrte. Es zeigte wieder einmal, dass Oltner innovative oder einzigartige Anlässe zu würdigen wissen und sich beinahe von nichts abschrecken lassen.

Züge, Einrad-Hockey, dr Chöbu und eine Wetterhexe: So präsentierte das Schweizer Fernsehen die Stadt Olten im «Donnschtig-Jass».

Züge, Einrad-Hockey, dr Chöbu und eine Wetterhexe: So präsentierte das Schweizer Fernsehen die Stadt Olten im «Donnschtig-Jass».

Die Begegnungszone wird ausserdem ihrem geheimen Übernamen als Oltner Partyzone je länger wie gerechter. Wäre das Wetter gnädiger gewesen, hätte mit Bestimmtheit ein rauschendes Fest stattgefunden. Die bekannten Oltner Bands Rutishuser und Co. und die Dixieland Preachers warteten allerdings vergebens auf ihren Auftritt.

Das lokale OK trifft sich noch zu einer letzten Sitzung, ehe das Kapitel «Donnschtig-Jass» in Olten – zumindest vorerst – geschlossen wird. Der umtriebige Initiator Harry Kuhn ist allerdings dran, bereits die nächste grössere TV-Sendung nach Olten zu holen. Dass Olten fähig ist, Grossanlässe zu organisieren und durchzuführen, hat die Stadt vor gut zwei Wochen eindrücklich bewiesen. (AHA)