Olten

Dominic Deville über die Stadt: Von aussen «dräckig und wüest», von innen «schmuddlig»

Martin Wey gibt Dominic Deville eine Stadtführung durch Olten

Martin Wey gibt Dominic Deville eine Stadtführung durch Olten

Der Satiriker Dominic Deville widmet sich in einer Spezialsendung der Late Night Show «Deville» der Stadt Olten. Die bekam ihr Fett weg.

Die satirische Late Night Show von Dominic Deville lief vergangenen Sonntag unter dem Namen: «Deville Spezial: Eine Liebeserklärung an Olten!». Der Komiker will darin beweisen, dass Olten besser ist als sein Ruf und macht sich dabei über aktuelle und Olten-spezifische Themen lustig. Gleich zu Beginn der Sendung berichtet er unter anderem über den Kakao-Regen im Oltner Industriegebiet. Der süsse Kakaoschauer und der saure Regen vom Kernkraftwerk Gösgen ergäben den für Olten typischen süss-sauren Niederschlag, meint er.

Oft Ziel seiner Witze wurden zudem der Autor Pedro Lenz und das Quartier Olten SüdWest. Über Pedro Lenz hat der Satiriker erzählt er sei «der grösste Autor der Schweiz» mit einer Körpergrösse von 2 Metern. Im späteren Verlauf der Sendung bezeichnet er den Schriftsteller ausserdem als «Gölä der Autoren» - ein literarischer Mundart-Rocker. Den Stadtteil Olten SüdWest beschreibt er optisch als Parkhaus, nur eben für Menschen und nennt es im Anschluss «Olten SüdWüest».

Im weiteren Verlauf der Sendung lässt er sich schliesslich – von Stadtpräsident Martin Wey persönlich – durch die Oltner Altstadt, über die alte Brücke und den Amtshausquai entlangführen. Dabei glänzt er mit pointierten Seitenhieben gegen die Attraktionen der Stadt. So nutzt er zum Beispiel den «Kilometer null» am Bahnhof, um Olten als Nullpunkt zu bezeichnen. Neben Wey hat auch der Oltner Slam Poet und Kabarettist, Killian Ziegler, einen Gastauftritt. In einem kurzen Beitrag bringt er die Studiogäste zum Lachen.

Für das letzte Drittel der Sendung äussert sich Deville zum "Blick"-Reporter Ralph Donghi und bezeichnet ihn als Witwenschüttler. Mit dem humorvollen Unterton der Satire drückt er seine Kritik gegenüber dem Reporter aus. Er greift dazu das Lied «Nur din Job» von Heinz de Specht und einen kritischen Artikel der «Zeit» zu Donghi auf. Im Zusammenhang mit dem "Blick"-Reporter stellt er das Fazit zur Stadt Olten auf: Von aussen «dräckig und wüest», von innen «schmuddlig».

Der abschliessende Höhepunkt der Sendung bot schliesslich der «Olten Song». Dominic Deville tanzt mithilfe eines Musikvideos durch Olten. Er ist auf die Melodie von Petula Clarks «Downtown» geschrieben.

Auf Facebook äusserten sich am Montagmorgen einige kritische Stimmen. Ein Nutzer beschreibt den Beitrag als «schlechte Satire» und findet es sei «schade um unser schönes Städtchen». Einige Nutzerinnen und Nutzer pflichten ihm in den Kommentaren bei. Ein paar Menschen fanden es schade, dass sich der Beitrag stark um Pedro Lenz und nicht um Alex Capus – ein «echter Oltner» - dreht.

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