Die Erfahrungen damit sind positiv, sehr positiv sogar. Wo man auch hin hört: Die Fachleute sind voll des Lobes. Die Etikettierung «Hält lebenslänglich» ist beinahe bescheiden, die andere trägt schon fast biblische Züge: «Hält ewig».

Die Rede ist von der Chromstahlverkleidung für Schwimmbecken. Und eine solche bekommt dasjenige im Strandbad Olten auf die kommende Badesaison hin. Die Vorbereitungsarbeiten sind unmittelbar nach Saisonende Mitte September angelaufen. Kostenpunkt: rund 1,7 Mio. Franken. Wer unter den rund 165'000 Besuchern im Strandbad Olten war sich in der abgelaufenen Freiluftsaison bewusst, ein letztes Mal im Betonbecken geschwommen zu sein?

Parlament sagte Ja

Im September letzten Jahres hatte das Gemeindeparlament dem Vorhaben grossmehrheitlich zugestimmt. Dies obwohl einige Fraktionen gerne mit Kostenvergleichen für andere Varianten konfrontiert worden wären: Zum Beispiel mit jener der Beschichtung mit angenehm weichen Kunststofffolien oder der Verlegung von Keramikplatten. Die Variante des Stadtrates überzeugte aus Gründen der Langlebigkeit.

«Derzeit sind die Rückbauarbeiten an Beckenrand und Treppe am Laufen», sagt Urs Kissling, stellvertretender Leiter der städtischen Baudirektion. Sind diese abgeschlossen, folgt das Aufmauern der Stehstufe. Eine veränderte Technik in der Frischwasserzufuhr – diese wird künftig über den Beckenboden erfolgen – bedingt, dass die Wasseroberfläche im Becken um rund 15 cm höher zu liegen kommt. Insgesamt aber verliert das Becken durch die baulichen Massnahmen im Beckenbodenbereich an 12 cm Tiefe. «Aber wir liegen damit noch immer in der Norm», so Kissling, der allfällige Bedenken zerstreut.

Im November dann werden die Chromstahlplatten, bereits in die richtige Form gepresst, angeliefert, an den Beckenwänden verankert und die Platten verschweisst. Nur der Beckenboden bleibt vorerst unverkleidet, weil dort die Bodenkanäle der Wasserzufuhr eingebaut werden. Insgesamt verbauen die Fachleute rund 1700 m2 an Chromstahlplatten. «Allein der Sachwert schlägt mit 1,1 Mio. Franken zu Buch», sagt Kissling mit dem Verweis auf die Langlebigkeit des Materials. Eine Investition, die sich sicher lohne.

Saisonbeginn wie üblich

Bis zum nächsten Saisonstart im Mai soll die ganze Sanierung abgeschlossen sein. «Wir haben in der Terminplanung durchaus inaktive Phasen vorgesehen, falls die Arbeiten aus Witterungsgründen unterbrochen werden müssen», sagt Kissling. Die Terminierung des Bodeneinbaus in der zweiten und dritten Januarwoche jedenfalls scheint zumindest gefährdet: «Wir brauchen für die Schweissarbeiten wenigstens 10 Grad Wärme», räumt Kissling ein.

Steht diesen Arbeiten nichts im Wege, könnte dann alles sehr schnell gehen: Das Bauprogramm sieht danach den Rückbau der Baupiste vor, die aktuell vom Eingang Schützenmatt direkt ans Becken führt und über die Baugerätschaften und die Chromstahlplatten herangeführt werden. Markierungen am Boden und den Stirnwänden folgen um den Monatswechsel Februar/März, die Reinigung der Anlage ebenso.

Anfang April kann die Anlage an den Bäderbetriebsleiter Thomas Müller übergeben werden. Die Saisonvorbereitung kann damit ihren gewohnten Gang nehmen, bis das Strandbad seine Tore am 8. Mai 2019 öffnet.