Die Zukunftstage am Berufsbildungszentrum Olten sollten den Lernenden der beruflichen Grundbildung die Gelegenheit geben, möglichst viele Möglichkeiten und Chancen für ihre Zukunft zu entdecken und sich in der direkten Begegnung mit Anbietern oder Vorbildern informieren zu können. Zudem konnten Arbeitgeber und Anbieter von Aus- und Weiterbildungsangeboten sowie von Sprach- und Auslandsaufenthalten und Sozialeinsätzen ihre Produkte bei dieser Gelegenheit bewerben, um Nachwuchsprobleme zu bekämpfen und motivierte junge Menschen zu rekrutieren. Dies stärkt sowohl die Branche als auch die Lernortskooperation.

In über 100 Vorträgen, Workshops und an einigen Ständen von Anbietern aus der ganzen Deutschschweiz konnten die angehenden Assistentinnen/Assistenten Gesundheit und Soziales, Fachfrauen/-männer Gesundheit, Fachfrauen/-männer Betreuung sowie Dentalassistent/-innen und medizinische Praxisassistent/-innen ihre Perspektiven auf die Zukunft erweitern. Die Palette der Angebote war dabei breit: Von der Auftrittskompetenz bei Bewerbungsgesprächen über Infos zu berufsfeldbezogenen Aus- und Weiterbildungen und Sozialeinsätzen im In- und Ausland bis hin zur musikalischen Aktivierung von beeinträchtigten oder betagten Menschen war alles zu finden.

Solothurner Spitäler AG vor Ort

Die enge Lernortskooperation der Berufsfachschule mit der Solothurner Spitäler AG führte dazu, dass deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne bereit waren, den Lernenden in praxisnahen Vorträgen aufzuzeigen, welche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sie im Berufsfeld Gesundheit haben.

Dabei scheuten sie keinen Aufwand. Michael Gundlach und Stéphanie Hohl vom Rettungsdienst fuhren beispielsweise gar mit dem Rettungswagen vor, um die Lernenden für ihren Beruf und ihre Berufung zu begeistern. Sie zeigten ihnen auf, was die Aufgaben und Herausforderungen eines Rettungssanitäters sind – in der Hoffnung, beim einen oder anderen Lernenden das Feuer zu entfachen und so den Nachwuchs für diesen anspruchsvollen Beruf sichern zu können.

Um das innere Feuer ging es auch an der Abschlussveranstaltung der Zukunftstage in der Cafeteria Sansibar der Gesundheitlich-Sozialen Berufsfachschule. Dabei erzählten der ehemalige Lernende Fabian Schwaller, heute Sozialpädagoge in der Stiftung Schmelzi in Grenchen, sowie die ehemalige Lernende Susanne Hirschi, heute Lehrperson an der Höheren Fachschule Pflege, von ihrem Werdegang. Aus anfänglicher Neugierde sei mit der Zeit Faszination für den eigenen Beruf geworden. Dabei zeigten sie auf, wie die Freude an der Arbeit in der Sinnhaftigkeit begründet liegt und dass es wichtig ist, bei der Wahl des Berufs die Augen offen zu halten und auf den eigenen Bauch zu hören.

Die diesjährige Durchführung der Zukunftstage war ein voller Erfolg. So gaben in der abschliessenden Online-Umfrage 75 Prozent der Lernenden an, nach den Zukunftstagen neue Ideen oder gar neue Pläne für die Zukunft zu haben. Oder wie eine Lernende auf einem selber gestalteten Plakat festhielt: «Weisheit ist, sich jetzt für das zu entscheiden, was einen später glücklich macht.» (mgt)