Wie in den letzten Jahren üblich war der Umzug des Alters- und Pflegeheims Stadtpark auf den Allerheiligenberg das brennendste Thema an der Genossenschaftsversammlung.

Die Weichen für den rund zweijährigen Standortwechsel sind nun endgültig gestellt, wie Verwaltungsratspräsident Dominik Stirnimann in seinem Jahresbericht festhielt. «Mit dem Kanton konnten wir einen Mietvertrag abschliessen und einige Einrichtungsgegenstände von der Vormieterin zu einem vernünftigen Preis übernehmen.» Zudem konnte sich das Stadtpark-Team mit den Verantwortlichen des Gritt Seniorenzentrum Waldenburgertal, das von September 2011 bis Februar 2014 an den Standort auf dem Allerheiligenberg ausweichen musste, austauschen. «Wir haben so wichtige Informationen für den Betrieb auf dem Berg bekommen», so Stirnimann.

Möglichst wenig Stress auslösen

Vor den rund 60 Anwesenden gaben die Stadtpark-Verantwortlichen am Mittwochabend ihren Marschplan für den Umzug bekannt: Ab Montag, 1. September, wollen sie den Betrieb auf dem Allerheiligenberg ob Hägendorf in Betrieb nehmen. Bis am Freitag, 5. September, soll der Umzug der rund 80 Bewohner in vier Tranchen erfolgen.

In der Wochenmitte legen die Verantwortlichen eine Zügelpause ein. «Wir wollen so dafür sorgen, dass der Umzug für unsere Bewohner möglichst stressfrei abläuft», sagte Heimleiterin Sandra Zimmerli-Torriani an der Genossenschaftsversammlung. Bei der grossen «Züglete» greift der Zivilschutz Olten dem Alters- und Pflegeheim Stadtpark unter die Arme. Zudem werde ein professionelles Zügelunternehmen engagiert.

Bis die Zügelwagen aber beim Alters- und Pflegeheim Stadtpark vorfahren, haben die Heimleiterin und ihre Crew noch einige Vorbereitungen zu treffen. Ein Belegungs- und Verpflegungskonzept etwa müssen sie erstellen, die Arbeitszeiten festlegen oder den Personalbedarf für den neuen Standort abklären.

Bis Ende des Monats Mai sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein – die Verantwortlichen sind im Plan, wie Zimmerli sagt. «Während der bisherigen Vorbereitungszeit haben wir uns an das Motto ‹Innovation begegnen wir mit Mut und Kreativität› gehalten.» Auf die Anliegen der Bewohner seien die Stadtpark-Mitarbeiter eingegangen und ihnen stets mit Offenheit begegnet. «Wir wissen, dass sich einige Bewohner mit dem Umzug schwertun, und es auch nicht allen Mitarbeitenden leicht fällt», machte auch Präsident Stirnimann klar.

Kein Beitrag à fonds perdu

Über den Stand der Renovation informierte Stirnimann ebenfalls kurz: «Die Dächer sind fertig. Ebenso realisieren wir die Pergola auf dem südlichen Dach.» Die Kostenvoranschläge seien bis dato auf über 17 Millionen angestiegen. Stirnimann erwähnte zudem, dass man den Stadtrat ersucht habe, das zinslose Darlehen von 400 000 als Beitrag à fonds perdu zu leisten. «Dieser Antrag wurde abgelehnt. Darüber sind wir natürlich enttäuscht.»

Auf den Zeitplan des Renovationsprojekts ging Verwaltungsratsmitglied Peter Marti ausführlicher ein. Er teilte mit, dass der Gestaltungsplan vom Stadtrat bewilligt wurde und nun dem Regierungsrat zur Genehmigung vorliege. Ein Neubau mit einer grossen Terrasse sei geplant. «Wir gehen davon aus, dass die Arbeiten Ende Februar 2016 abgeschlossen sein werden.»