Olten
Die «Wasserratte» ist 100-jährig

Sophia Sigrist-Müller feierte am 8. Mai ihren 100. Geburtstag. Am Montag kam deswegen hoher Besuch vorbei.

Urs Huber
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Jubilarin Sophia Sigrist-Müller zusammen mit den Gratulanten (v.l.)Landammann Roland Fürst, Sohn Rolph Sigrist, Standesweibel Ueli Lisser,Stadtschreiber Markus Dietler, Stadtpräsident Martin Wey und Staatsschreiber Andreas Eng.Bruno Kissling

Jubilarin Sophia Sigrist-Müller zusammen mit den Gratulanten (v.l.)Landammann Roland Fürst, Sohn Rolph Sigrist, Standesweibel Ueli Lisser,Stadtschreiber Markus Dietler, Stadtpräsident Martin Wey und Staatsschreiber Andreas Eng.Bruno Kissling

Bruno Kissling

Sophie Sigrist-Müller zählt Schwimmen zu ihren Hobbys, neben Turnen und Theater spielen. Früher jedenfalls, ist man versucht zu sagen, denn am vergangenen Sonntag, 8. Mai, feierte sie ihren 100. Geburtstag.

Mit zwei älteren Schwestern und zwei jüngeren Brüder in Zug aufgewachsen, zog die Jubilarin nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit für ein Jahr ins Welschland, genauer nach Genf. Kaum zurück aus der Rhonestadt musste Sophia Sigrist-Müller den Haushalt daheim übernehmen, weil die Mutter schwer erkrankt war.

Im April 1942 heiratete die Innerschweizerin Max Sigrist und zog mit ihm ins sonnige Bellinzona, wo auch der erste Sohn geboren wurde. Wenig später orientierte sich die kleine Familie um und nahm im nebligen Olten an die Martin-Disteli-Strasse Wohnsitz, wo zwei Jahre später auch der zweite Sohn der Familie Sigrist das Licht der Welt erblickte.

Sieben Enkel, neun Urenkel

Neben den bereits erwähnten Hobbys gehörte für die Jubilarin auch die Betreuung ihrer sieben Enkelkinder, die sie natürlich jeweils auch verwöhnte, zu ihren bevorzugten Tätigkeiten.

1990 verstarb ihr Gatte Max; während weiterer 15 Jahre wohnte die Jubilarin noch an der Martin-Disteli-Strasse, ehe der Umzug ins Altersheim Stadtpark angezeigt war. Zwei Jahre später folgte ein schwerer Schlag für Sophia Sigrist-Müller. Der jüngere Sohn Beat verstarb während einer Velotour an Herzversagen.

Mittlerweile hat die Jubilarin den zeitweiligen Umzug auf den Allerheiligenberg verdaut. Dort oben hat sie sich am Besuch ihrer mittlerweile neun Urenkelkinder gefreut. Noch immer zeigt sich die Jubilarin am Weltgeschehen interessiert und ist bei guter Gesundheit, auch wenn Gehör und vor allem die Augen nachgelassen haben.