Für die vier bisherigen Martin Wey (CVP), Iris Schelbert (Grüne), Thomas Marbet (SP) und Benvenuto Savoldelli (FDP) wird es darum gehen, ihren Sitz möglichst in der ersten Runde ins Trockene zu bringen. Die grosse Frage ist daher, welcher Bisherige nochmals zum zweiten Wahlgang am 23. April antreten muss.

Wie die letzten Wahlen gezeigt haben, ist der zweite Durchgang ziemlich unberechenbar. 2013 war der wild kandidierende FDP-Stadtrat Mario Clematide an vierter Stelle vor den offiziellen freisinnigen Bewerbungen. Im zweiten Wahlgang lag er dann hinter ihnen und wurde abgewählt.

2009 eine ähnliche Situation im rot-grünen Lager: Die damalige Stadträtin Doris Rauber (SP) lag im ersten Wahlgang an fünfter Stelle. Trotzdem wurde sie im zweiten Wahlgang von Iris Schelbert (Grüne) überholt und vom Volk abgewählt.

Zudem: Würde sich nur das rot-grüne Lager wie beim letzten Mal auf Anhieb zwei Sitze holen, dann kämen die Bürgerlichen unter Druck. Für die FDP rückte so eine Zweiervertretung in weite Ferne. Würden hingegen allein die Bürgerlichen ihre zwei Sitze im ersten Durchgang verteidigen, so könnte dies das Ende der linken Mehrheit im Stadtrat bedeuten.