Olten

Die Umsetzung des Parkleitsystem soll bis Mitte nächstes Jahr erfolgen — Schützi und Rötzmatt sind nicht dabei

Die Schützi-Parkplätze werden vorerst nicht ins Parkleitsystem einbezogen.

Die Schützi-Parkplätze werden vorerst nicht ins Parkleitsystem einbezogen.

Das Parkleitsystem in Olten soll bis Mitte nächstes Jahr in Betrieb sein – Schützi und Rötzmatt könnten später folgen.

Im Dezember 2018 hat das Oltner Gemeindeparlament das vom Gewerbe gewünschte Parkleitsystem abgesegnet. Die Umsetzung jedoch verzögerte sich: Vor allem aufwendige Verhandlungen mit den Parkhausbetreibern sorgten dafür, dass die Automobilisten auch heute noch Parkplätze auf gut Glück suchen müssen. Daneben hat aber auch die sechsmonatige budgetlose Zeit im 2019 und die Coronapandemie die Verspätung beeinflusst.

Kürzlich hat nun allerdings der Stadtrat entschieden, dass die Firma Swarco Schweiz AG aus Opfikon ZH den Zuschlag erhält, für 345'000 Franken die rund 60 Signalkästen an 17 Anzeigestandorten zu liefern. Dies schreibt die Stadtkanzlei in einer Mitteilung. Auch der zentrale Rechner und die Datenerfassung der Parkinganlagen sind im Auftrag inbegriffen. Die Umsetzung soll nun definitiv bis Mitte 2021 erfolgen, wie Stadtschreiber Markus Dietler auf Anfrage sagt. Derzeit werden die Signalstandorte entlang der Verkehrsachsen mit dem Kanton festgelegt.

Klar ist nun auch, dass die oberirdischen Parkplätzen der Stadt mit Bodensensoren erfasst und an den zentralen Rechner gemeldet werden. Die Stadt bezahlt den Parkhausbetreibern zudem maximal 4'000 Franken pro Schnittstelle, damit diese ihrerseits die erforderlichen Daten in den zentralen Rechner einspeisen können. Zusätzliche Investitionskosten entstehen für die Parkhausbetreiber keine. Ihr Anteil an die Betriebskosten beträgt für jeden öffentlich zugänglichen Parkplatz 13 Franken pro Jahr.

Mittlerweile steht fest, dass das Einkaufszentrum Sälipark und das Parkhaus der Winkelüberbauung definitiv nicht mit dabei sind. Beim Sälipark hiess es damals, dass sich die Mehrheitseignerin Migros Aare gegen eine Beteiligung beim Parkleitsystem aussprach.

Ebenfalls nicht mit den einzelnen Parkplätzen im Parkleitsystem eingebunden wird der grösste oberirdische Parkraum in Olten, nämlich die Schützi und die Rötzmatt. Es gibt laut Dietler zwei Gründe, wieso die 399 Abstellplätze in einer ersten Phase gesamthaft nur mit «offen» oder «besetzt» signalisiert werden: Zum einen soll in der derzeit angelaufenen Ortsplanungsrevision geklärt werden, wie der Raum künftig genutzt wird. Zum anderen steht eine Belagssanierung an. Daher ergibt es aus Sicht des Stadtrats keinen Sinn, jetzt schon Bodensensoren einzubauen – zumal sich in den nächsten Jahren auch die Technologien verbessern dürften.

Von den elf angefragten Parkhäusern sind deren acht vorerst mit dabei. Es handelt sich um die Parkhäuser Neuhard, Sälihof, Hübeli, OL10, Hammer 1 und 2, Bornblick und Oltimo mit insgesamt 698 Parkplätzen. Das Parkhaus Ring mit 34 Plätzen entscheidet nach eigenen Angaben bis Ende Monat. Dazu kommen die 187 oberirdischen Parkplätze, die von der Stadt Olten bewirtschaftet werden, beim Munzingerplatz, Klosterplatz und weitere in der Innenstadt. Insgesamt sind beim Parkleitsystem Stand heute 885 Parkplätze inbegriffen.

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