Budget 2016
Die Turnhallensanierung in Wangen kann starten

Anhänger der direkten Demokratie hätten am Start der Budgetgemeindeversammlung ihre helle Freude gehabt. Denn bereits das erste Traktandum gab zu reden.

Philipp Felber
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Beim Kleinwangner Schulhaus wird in den nächsten Jahren saniert. Angefangen wird mit der Turnhalle, später ist auch die Sanierung des Vorplatzes geplant. (Archiv)

Beim Kleinwangner Schulhaus wird in den nächsten Jahren saniert. Angefangen wird mit der Turnhalle, später ist auch die Sanierung des Vorplatzes geplant. (Archiv)

Bruno Kissling

Das neue Feuerungsreglement wurde infrage gestellt, doch nach Ausführungen von Adrian Stoll vom Amt für Umwelt folgten die Einwohnerinnen und Einwohner dem Antrag des Gemeinderates mit 34 zu 27 Stimmen.

Munter ging es danach weiter, denn auch Traktandum zwei wurde nicht ohne Diskussion durchgewinkt. In der Revision des Musikschulreglements sah der Gemeinderat die Abschaffung des «Ausschusses Musik» vor.

Gegen diese Änderung stellte Musiklehrer Walter Grob im Vorfeld bereits einen Antrag. Der Ausschuss Musik sei für die Musikschule unter anderem eine wichtige Verbindung zum Dorf.

Der Gemeinderat war derweil der Meinung, dass mit der Erhöhung des Pensums der Musikschulleitung auf 20 Stellenprozente alle im Antrag aufgeworfenen Punkte abgedeckt werden können.

Zusätzlich sei es schwierig, engagierte Leute für den Ausschuss zu gewinnen. Der Souverän folgte dem Antrag von Walter Grob mit 44 zu 26 Stimmen und setzte somit auch im neuen Musikschulreglement auf diesen Ausschuss.

Gemeindepräsident Beat Frey nutzte im Anschluss gleich die Gunst der Stunde und fragte, wer sich denn freiwillig für den momentan verwaisten Ausschuss melden würde.

Trotz einer spontanen Meldung aus der Mitte der Einwohnerinnen und Einwohner zeigte sich, dass es schwierig ist, die geforderten Mitglieder für den Ausschuss zu finden.

Budget mit Ertragsüberschuss

Im Anschluss waren die Wangnerinnen und Wangner anscheinend zufrieden mit der Arbeit des Gemeinderates; der Änderung des Gebührenreglements wurde ohne Gegenstimme entsprochen.

Die Ausführungen zum eigentlichen Haupttraktandum, dem Budget 2016, übernahm Gemeinderat Matthias Bähler. In der Erfolgsrechnung wird für nächstes Jahr mit einem Ertragsüberschuss von gut 200 000 Franken gerechnet.

Dies auch darum, weil der Gemeinderat davon ausgeht, dass gut 300 000 Franken mehr Steuern eingefahren werden können. Da der Grad der Selbstfinanzierung von 56 Prozent unbefriedigend sei und im Budget 2016 die maximale Pro-Kopf-Verschuldung von 1500 Franken erreicht werde, erarbeite der Gemeinderat ab dem ersten Quartal 2016 einen Finanzplan. «Damit die Finanzierung in Zukunft auf sicheren Füssen steht», erklärt Bähler.

Investitionen gutgeheissen

In der Folge wurden fünf Investitionen separat behandelt. So wurden für die erste Etappe der Sanierung des Schulhauses Kleinwangen 520 000 Franken genehmigt. Damit soll vorderhand die dringend nötige Dachrenovation der Turnhalle durchgeführt und eine Lüftungsanlage installiert werden.

In den folgenden Jahren möchte der Gemeinderat die Gesamtsanierung der Anlage vorantreiben. Dem Antrag des Gemeinderates folgten die Stimmberechtigten mit grossem Mehr.

Auch die Sanierung des Turnplatzes Kleinwangen war nicht umstritten. Weiter wurden den Investitionsbegehren für die Sanierung des Kanalisations- und des Strassennetzes ohne Gegenstimme entsprochen.

In diesem Jahr wurde nun auch das Geld für den Ersatz der Quecksilberdampfleuchten gesprochen. Das Geschäft wurde letztes Jahr vom Souverän noch zurückgestellt. Nun werden zirka 290 solcher Leuchten durch LED-Leuchten ersetzt. Das Budget wurde danach mit einer Gegenstimme von den Stimmberechtigten angenommen.

Beat Frey tritt nicht mehr an

Die Versammlung endete mit einem kleineren Paukenschlag. So eröffnete Gemeindepräsident Beat Frey den Anwesenden, dass er sich für die nächste Legislatur nicht mehr zur Verfügung stellen wird.

Er war 2003 ins Amt gewählt worden. «Es ist an der Zeit neuen Kräften Platz zu machen», sagte Frey. Er sei aber bis zum Schluss fürs Wohl der Gemeinde im Einsatz.

Nach der Versammlung stellte er auch klar, dass er keine Ambitionen auf einen Regierungsratssitz hege. Von einigen Kommentatoren war er im Vorfeld der letzten Wahlen als möglicher Kandidat der Freisinnigen gehandelt worden.

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