Je eine Option in Trimbach und in Olten stehen auf der Prioritätenliste der Genossenschaft Trendsporthalle Olten derzeit zuoberst. Im Anschluss an die zweite Generalversammlung zeigten die Planer für eine Kletter- und Skaterhalle allen Interessierten die verfolgbaren Wege auf. «Wir haben ein Jahr mit Höhen und Tiefen hin-ter uns», leitete Präsident Alexander Troitzsch die Tour d’Horizon ein. Während die Nutzung des Aussenfelds der Eishalle Kleinholz zu Boulderzwecken eine weitere Aufwertung erfuhr und Klettern im Schulsport Fuss fasste, verzeichneten die Trendsportler auf dem Weg zu einer definitiven Hallenlösung immer wieder Rückschläge. So verflüchtigten sich die vor Jahresfrist gehegten Hoffnungen in Olten SüdWest (wir berichteten), auch eine mögliche Umnutzung der Curlinghalle nahm noch nicht Gestalt an.

Aber es eröffneten sich auch immer wieder neue Perspektiven, unter anderem in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz. Eine Bachelorarbeit bestätigte den Bedarf und das Ertragspotenzial einer Halle mit attraktivem Grundangebot, und 20 Architektur-Studierende machten Entwürfe für vier Standorte.

Derzeit stehen zwei Lokalitäten im Fokus der Trendsportler. Im Tenniscenter Trimbach hegen Aktionäre Pläne, einen von vier Tennisplätzen zugunsten einer Umnutzung aufzugeben. Die derzeit noch kapitalschwachen Trendsportler müssten den Neubau mit 15 Metern Höhe nicht selber finanzieren, sondern könnten als Mieter einziehen. Ein grundsätzlicher Entscheid wird an der GV der AG im September erwartet. Bis Ende September erhofft sich die Genossenschaft auch Klarheit darüber, ob ein Investor die alte Brocki der Heilsarmee in der Oltner Industrie ebenfalls für eine Mietlösung zugunsten des Trendsports zur Verfügung stellt.

Die ganze Geschichte könnte aber auch eine ganz andere Wendung nehmen, weil in Aarburg demnächst eine erste Entscheidung zu einem ganz ähnlichen Hallenprojekt ansteht. Trotz des grossen Potenzials einer Kletterhalle wäre mehr als ein Projekt in der Region wenig sinnvoll. Als Minivariante verfolgt die Genossenschaft auch die Idee einer kostengünstig zu realisierenden Climbox als Anbau an ein Schulhaus oder eine Turnhalle, wie sie in Langnau im Emmental in Betrieb steht.

Im offiziellen Teil der Generalversammlung wählten die Genossenschafter mit Petra Waldburger eine Baubeauftragte als fünftes Mitglied in den Vorstand. Sie ergänzt das bisherige Quartett mit Alexander Troitzsch (Präsident), Christoph Koch (Finanzen), Lee Aspinall (Skaten) und Markus Berger (Klettern). Nach dem ersten vollen Geschäftsjahr 2016 weist die Trendsporthalle ein Genossenschaftskapital von 80 000 Franken auf. Sobald ein Projekt spruchreif ist, möchte der Vorstand das Fundraising wieder intensivieren. Die Trendsportler haben für ihre Ziele ausserdem ein Darlehen von 75 000 Franken in Aussicht.