Die Mühe und der Aufwand haben sich mal wieder gelohnt: Mit «Immer Ärger mit Emili(y)» bringt die Theatergruppe des Personals des Seniorenzentrums Untergäu in Hägendorf zum 14. Mal ein seit Monaten einstudiertes Stück auf die Bühne. «Seit Mitte September haben wir jede Woche geprobt, im letzten Monat sogar mehrmals wöchentlich», erzählt Monika Gutherz, die Gründerin der Gruppe. Der Tüfelsschluchtsaal war schon lange vor Beginn der Premiere bis auf den letzten Platz gefüllt; vor allem Senioren, etliche aus Altersheimen in der Region extra angereist, aber auch einige jüngere Zuschauer genossen die erfrischende bäuerliche Gaunerkomödie mit ihren Verwirrungen und Verwechslungen und die hochstehenden schauspielerischen Qualitäten der Darsteller.

Trügerisches Idyll

Die ländliche Idylle auf Hof Sommer-au scheint vollkommen – doch der Schein trügt: Der Hoffrieden ist in akuter Gefahr. Die verwitwete Bäuerin Emili Fritschi (Monika Gutherz) nörgelt ständig an ihrer Schwiegertochter Hannah Fritschi (Patrizia Flury) – einer «blöden Stadttussi» – herum. Hannah hingegen fühlt sich von ihrem Mann Jonas Fritschi (Wolfgang Richiedei) oft im Stich gelassen. Wegen seiner vielen Nebenämter ist er sehr beschäftigt und somit seiner Frau keine grosse Hilfe. Das nutzt der faule Knecht Fritz Bärwäger (Hugo Raaflaub) weidlich aus – sein Arbeitstempo gleicht dem einer Weinbergschnecke. Und auch die Hühner sind in der Menopause: Statt den verlangten 30 Eiern bekommt Dorfladen-Besitzerin Alwine Meierhans (Caterina Vekic) nur deren sechs. Zahlen kann sie sie sowieso nicht.

Hanfplantage – illegal

Vor lauter Verzweiflung bringt sich Hannah mit ihrer kleinen illegalen Hanfplantage in ernsthafte Schwierigkeiten. Hinzu kommt, dass die im Auftrag des FBI agierende Dorfpolizistin Severine Holderbaum (Conny Hodel) befürchtet, die Mafia habe einen Killer auf Emili angesetzt, weil sie Augenzeugin bei einem Doppelmord war. Das bringt natürlich auch die Presse auf den Plan: Die Journalistin Silvia Mörgeli (Ramona Gall) ist dieser spannenden Geschichte auf der Spur und schnüffelt auf dem Hof herum. Währenddessen versucht Jonas, Fritz als Sprengkandidaten für das Amt des Gemeindepräsidenten zu coachen. Und dann ist da noch Kuh Emily, Miss Schöneuter, die dauernd ausbüxt… Eine mehr als vertrackte Situation.

Zum Schluss, natürlich: ein Happyend. Nochmals zu sehen kommenden Samstag, 13. April, um 14.30 und 19.30 Uhr im Tüfelsschluchtsaal des Seniorenzentrums Untergäu in Hägendorf.