Olten

Die Strandbadsaison könnte auch ins Wasser fallen

Der Leiter Bäderbetrieb, Thomas Müller, bei Saisonende 2019 am Bassinrand der Badi Olten.

Der Leiter Bäderbetrieb, Thomas Müller, bei Saisonende 2019 am Bassinrand der Badi Olten.

Die Badi in Olten wird heuer später eröffnet; Schuld daran ist, wenn wundert’s, das Corona-Virus.

Seit Montag ist klar: Auch der offizielle Eröffnungstermin für die Oltner Badesaison 2020 fällt dem Corona-Virus zum Opfer. Der Oltner Stadtrat hatte mitgeteilt, im Zuge der schweizweit ausgerufenen Notstandsmassnahmen auch die für den 6. Mai geplante Eröffnung der Badi nach hinten zu verschieben.
Für nicht wenige eine überraschende Mitteilung, liegt doch der vorgesehene Eröffnungstermin weit hinter jenem Datum, welches für die vorläufige Gültigkeitsdauer der verschärften Massnahmen des Bundesrates steht (19. April).

Für Stadtschreiber Markus Dietler ist die kleine Aufregung zwar verständlich, aber die Praxis des Stadtrates sei durchaus erklärbar. «Wären wir davon ausgegangen, dass mit dem 19. April die Sache ausgestanden ist, hätte der Eröffnungstermin weitgehend eingehalten und die Vorbereitungsarbeiten hätten abgeschlossen werden können.» Allerdings, so macht der Stadtschreiber auf Anfrage klar, «ist keineswegs gesichert, ob mit dem 19. April das Leben wieder seinen gewohnten Gang nimmt.»

Falls nein, hätten die getätigten Vorbereitungsarbeiten, die bereits jetzt unter erschwerten Bedingungen (etwa Minimalabstände unter den Mitarbeitenden) angelaufen sind und allenfalls aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden müssen, ihre Wirkung verfehlt. Denn diese hätten bis zur neu angesetzten Freigabe des Strandbades noch einmal angegangen werden müssen. «Das Doppelte an Vorbereitungen wollten wir mit der Verschiebung des Eröffnungstermins verhindern», so der Stadtschreiber. Im unglücklichsten Fall könnte die Badesaison gar «ins Wasser fallen», um bei der thematisch-bildlichen Sprache zu bleiben.

Vielleicht eine verlängerte Saison

Auch wenn das Saisonende auf Mittwoch, 16. September 2020, terminiert ist und «keine Verlängerung möglich» ist, wie auf der Website der Badi nachzulesen ist, kommt aufgrund des verspäteten Saisonstarts allenfalls eine Verlängerung der Saison in Frage. «Aber das ist natürlich auch wetterabhängig», so Dietler. Thomas Müller, Leiter Bäderbetriebe, gibt sich auf Anfrage zuversichtlich. «Im günstigsten Fall dauert die Verschiebung nach hinten vielleicht zwei, zweieinhalb Wochen», meint er. Das sei auch abhängig davon, ob vielleicht Werkhofmitarbeitende bei den Vorbereitungen mithelfen könnten.

Meistgesehen

Artboard 1