Unicef-Label
Olten soll wie Laupersdorf auch «kinderfreundliche Gemeinde» werden

Nach Laupersdorf und Grenchen soll auch die Stadt Olten das Unicef-Label anstreben, forderte die CVP/EVP/GLP-Fraktion in einer Erklärung im Gemeindeparlament am Donnerstagabend.

Fabian Muster
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Laupersdorf ist eine von zwei kinderfreundlichen Gemeinden im Kanton Solothurn.

Laupersdorf ist eine von zwei kinderfreundlichen Gemeinden im Kanton Solothurn.

Bruno Kissling

Der Kanton Solothurn will Gemeinden bei der Zertifizierung als «kinderfreundliche Gemeinden» unterstützen, wie es kürzlich in einer Mitteilung hiess. Der Kanton übernimmt rund 60 Prozent der Gesamtkosten, die bei der Zertifizierung anfallen. An der Parlamentssitzung von Donnerstagabend äusserte sich die CVP/EVP/GLP-Fraktion in einer Fraktionserklärung, dass auch Olten «jetzt die Gunst der Stunde nutzt, um eine ‹kinderfreundliche Gemeinde› zu werden».

Rund zehn Gemeinden könnten mit dem vorhandenen Budget des Kantons finanziell unterstützt werden. Die Verteilung der Gelder erfolge nach Eingang der Gesuche. «Deshalb möchten wir den Stadtrat ermutigen, hier sehr rasch ein Gesuch beim Kanton zu stellen, um das Label zu erlangen», sagte Sprecherin Muriel Jeisy-Strub.

Im Kanton Solothurn dürfen sich bisher zwei Gemeinden, Laupersdorf und Grenchen, «kinderfreundlich» nennen. Das Unicef-Label wird an Gemeinden vergeben, «die Kinder und Jugendliche bei der Gestaltung des Gemeindelebens aktiv einbeziehen», heisst es in der Mitteilung des Kantons.

Es müssen dafür verschiedene Massnahmen umgesetzt werden: In einem ersten Schritt wird untersucht, welche Angebote bereits bestehen; in einem zweiten Schritt werden die Kinder und Jugendlichen dann mit Workshops einbezogen – sie können so ihre Wünsche und Anregungen äussern. Danach erstellt die Gemeinde einen Aktionsplan, der die Ziele bestimmt und der nach erfolgreichem Abschluss zum Label führt. (fmu)

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