Olten

Die Stadt Olten krempelt die Schüler-Betreuung auf der rechten Aareseite um

In dieser Liegenschaft an der Engelbergstrasse 41 wird der Mittagstisch und die Hausaufgaben-Betreuung konzentriert.

In dieser Liegenschaft an der Engelbergstrasse 41 wird der Mittagstisch und die Hausaufgaben-Betreuung konzentriert.

Der Mittagstisch auf der rechten Aareseite wird in privates Gebäude ausgelagert, die Hausaufgaben-Betreuung stark ausgebaut. Und dies alles ohne Mehrkosten.

Die 37 Oltner Erst- bis Sechstklässler auf der rechten Aareseite, welche bisher in den Schulhäusern Bifang und Säli zu Mittag gegessen haben, müssen sich umgewöhnen: Ab dem neuen Schuljahr 2016/17 werden die beiden Mittagstische aufgelöst und vorerst für ein einjähriges Pilotprojekt in einem privaten Gebäude an der Engelbergstrasse 41 zusammengelegt, das die Stadt zusätzlich zumietet. Das heisst, die Kinder müssen jeweils von ihren Schulhäusern zuerst rund 300 Meter gehen, bevor sie sich für 15 Franken pro Mahlzeit verpflegen können.

Dass die Schüler nicht mehr direkt in ihren Schulhäusern zu Mittag essen, ist für Säli-Schulleiter Stefan Thöni «nicht zwingend erforderlich». Das private Gebäude sei zentral gelegen und der zusätzliche Weg für die Schüler kein Problem. Die von der Stadt angemietete Liegenschaft gegenüber der Friedenskirche ist umzäunt und hat einen Garten mit Rasenfläche und Sitzplatz. Zudem ist das Gebäude gleich in der Nähe des Vögeligartens und eines grossen Rasenfelds. «Für mich ist das eine absolute Top-Lösung», sagt Thöni.

Die Stadt hat mit der Miete der Liegenschaft und mit dem Ausbau des Angebots auch auf Mittwoch zwar Mehrausgaben, diese können aber teilweise mit der Konzentration auf einen Standort wieder reingeholt werden, wie Jan Rechsteiner von der Direktion Bildung und Sport sagt. Statt vier Betreuungspersonen reichen neu deren zwei bis drei aus.

Zusätzlich will die Stadt auf der rechten Aareseite im gleichen Pilotprojekt die Hausaufgaben-Betreuung stark ausbauen und ebenfalls im angemieteten Gebäude zentralisieren. Bisher standen an zwei Nachmittagen zwei 45-Minuten-Lektionen zur Verfügung. Neu gibt es von Montag bis Freitag ein betreutes Angebot von 13.30 bis 18 Uhr mit jeweils 45-Minuten-Modulen, die für 9 Franken buchbar sind. Dieser Ausbau soll möglichst kostenneutral über die Bühne gehen: Weil die Betreuung der Schüler nicht mehr durch Lehrer, sondern nur noch durch Studenten oder pädagogisch ausgebildete Leute ausgeführt wird, gibt es bei den Personalkosten ebenfalls geringere Ausgaben, heisst es bei der Stadt. Auch darin sieht Schulleiter Thöni kein Problem: «Es handelt sich hier nicht um Nachhilfe, sondern um einen Ort, wo Schüler betreut ihre Hausaufgaben machen können.» Dafür sei es nicht unbedingt nötig, von Lehrern beaufsichtigt zu werden.

In derselben Liegenschaft an der Engelbergstrasse 41 werden ab August 2017 weitere Räume zur Verfügung stehen. Die Stadt plant dort nach einer Bedürfnisabklärung, eine Frühbetreuung ab 6.30 Uhr für Schüler einzuführen, wo sie frühstücken und sich auf die Schule vorbereiten können, die um 7.45 Uhr beginnt. Zudem ist die Stadt daran, ein Konzept für die sprachliche Frühförderung als «Spielgruppe plus» für Kinder ohne deutsche Muttersprache auszuarbeiten. Die Tarife wären einkommensabhängig. Auch dies würde in den zusätzlich angemieteten Räumen in derselben Liegenschaft möglich sein. Ob das erwähnte Pilotprojekt weitergeführt und -entwickelt wird, entscheidet die Stadt Anfang 2017.

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