Am 4. März stimmt Hägendorf über Tempo 30 auf den Gemeindestrassen ab. Die SP Hägendorf ist überzeugt, dass diese Massnahme im Dorf mehr Sicherheit und Lebensqualität bringt, wie die Partei in einer Mitteilung schreibt. Die tiefere Geschwindigkeit führe zu ruhigerem Fahrverhalten, reduziere Abgas- und Lärmemissionen.

Zudem vermindere sie den Durchgangsverkehr. Die Anzahl und Schwere von Unfällen nehme ab und Schulwege würden sicherer. «Vernünftigerweise und emotionslos betrachtet spricht nichts gegen die Einführung von Tempo 30 auf allen Gemeindestrassen», so die SP.

Eine Frage der Solidarität

Die Argumente der Gegner seien Angstmacherei und «eher an den an den Haaren herbeigezogen», schreibt die SP Hägendorf. Sie spielt dabei auf Befürchtungen an, wonach bei einer Einführung von Tempo 30 auf Gemeindestrassen viele Einwohner ihren Führerausweis abgeben müssten und dadurch ihre Arbeit verlieren könnten. Fast schon zynisch sei die Aussage, dass «Kinder halt lernen müssten, mit dem Verkehr umzugehen».

Denn es gehe um Solidarität und die Frage, ob einem der eigene Zeitgewinn von einigen Sekunden wichtiger sei als die Sicherheit und die Lebensqualität aller. «Die Einschränkung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h ist keine willkürliche Massregelung von Autofahrern, sondern eine vernünftige und sinnvolle Massnahme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fussgänger sämtlichen Alters, Radfahrer und aller Verkehrsteilnehmer.»

Standaktion auf dem Dorfplatz

Es stelle sich die Frage, ob Hägendorf überhaupt ein Tempoproblem habe. «Beobachtungen vieler bejahen dies. Rolliring, Mühlerain, die Nellen, der Vogelberg, die Quartierstrassen sowieso, eignen sich nicht für schnelles Fahren.»

Oft genug würde bereits Tempo 50 nicht eingehalten. Dabei sei es kein Problem, die «Bergstrecken» mit Tempo 30 hinauf und hinunter zu fahren, schreibt die Partei. Der Zeitverlust liege im Sekundenbereich.

Die SP lädt die Bevölkerung am kommenden Samstagmorgen, 17. Februar, an einer Standaktion auf dem Dorfplatz zur Diskussion ein. Zudem wirbt sie mit einem Flyer an alle Haushaltungen für die Vorlage. (mgt/otr)