Handball Olten
Die Oltner Handballer haben es in die Aufstiegsspiele geschafft

Am Samstag gewannen die Männer des HV Olten das letzte Qualifikationsspiel gegen Dietikon-Urdorf. Damit schafften die Grünweissen den Einzug in die Promotionsrunde. Die NLB winkt nun zwar, die Oltner haben aber keine Aufstiegsgelüste.

Raphael Wermelinger
Merken
Drucken
Teilen
Die Oltner um das Trainer-Duo Hanspeter Arnold (2. von rechts) und Christian Roth (mittlere Reihe Nummer 11) feiern den Einzug in die Aufstiegsspiele.Remo Fröhlicher

Die Oltner um das Trainer-Duo Hanspeter Arnold (2. von rechts) und Christian Roth (mittlere Reihe Nummer 11) feiern den Einzug in die Aufstiegsspiele.Remo Fröhlicher

REMO FROEHLICHER 0041 79 288817

Als Tabellendritter verpassten die Oltner in der letzten Saison die Aufstiegsspiele für die NLB nur haarscharf. Ein Jahr später hat es nun geklappt: Nach dem Auswärtssieg vom Samstag gegen Dietikon-Urdorf dürfen die HVO-Männer die Promotionsrunde bestreiten. Die Rückkehr in die zweithöchste Liga der Schweiz ist aber noch kein Thema bei den Grünweissen.

Das Fernduell zwischen dem HV Olten und Handball Wohlen um den zweiten Schlussrang blieb bis zum Ende der Qualifikation offen. Zwei Punkte betrug Oltens Vorsprung vor dem 22. und letzten Spieltag, Wohlen wies aber das deutlich bessere Torverhältnis auf. Weil Handball Wohlen sein abschliessendes Spiel bei der SG Pilatus gewann, stand der HVO beim HC Dietikon-Urdorf ebenfalls unter Siegzwang. Keine einfache Aufgabe für die Oltner, in deren Hinterköpfen sicher noch die letzte Saison herumgeisterte, in der sie die Teilnahme an den Aufstiegsspielen am letzten Spieltag noch vergeigten.

Olten dank Zittersieg vorne

In der Startphase der entscheidenden Partie habe denn auch sehr wenig zusammengepasst, so Trainer Hanspeter Arnold: «Einige Spieler hatten offensichtlich Mühe mit dem Druck, gegen den vermeintlich schwächeren Gegner unbedingt punkten zu müssen.» Die Partie verlief über die gesamte Spielzeit ausgeglichen. Am Schluss setzten sich die Oltner mit 23:22 durch. «Wir haben gezittert, das Spiel hätte auf beide Seiten kippen können», äussert sich Co-Trainer und Spieler Christian Roth zum packenden Finish. «Umso schöner, dass wir trotz Geknorze gewonnen haben. Ich persönlich habe lieber enge Spiele, bei denen das Publikum so richtig mitgeht.»

Jeweils die besten zwei Teams der drei Erstliga-Gruppen schafften den Einzug in die Aufstiegsspiele. Dort trifft jeder einmal auf jeden. Die drei Gruppensieger Solothurn, Stans und die Seen Tigers haben drei Heimspiele, die Zweitplatzierten Olten, Kreuzlingen und Chênois dürfen nur zweimal vor eigenem Anhang ran. Die HVO-Männer starten am nächsten Samstag auswärts in Genf, das erste Heimspiel findet am 21. April statt: das Kantonalderby gegen den TV Solothurn.

Arnold und Roth sehen die Promotionsrunde als Bonus, die NLB sei momentan kein Thema. «Unmöglich ist der Aufstieg nicht und als Sportler hat man natürlich immer hohe Ambitionen, aber realistisch gesehen ist die NLB weit, weit weg», so Christian Roth. Auch für Hanspeter Arnold würde ein Aufstieg im Moment wenig Sinn machen. Der HVO bekommt jedes Jahr mehrere Talente vom Partnerverein Suhr Aarau, kann aber nie fix mit diesen planen, denn bei Bedarf hat der Stammverein Priorität. So werden den Oltnern in den ersten Spielen gleich mehrere Spieler fehlen, die mit Suhr Aarau um den Junioren-Titel kämpfen.

Belohnung für starke Saison

«Der Aufstieg in die NLB wäre ein vermessenes Ziel», schliesst sich Arnold seinem Co-Trainer an. «Für uns sind die Aufstiegsspiele eine schöne Belohnung für die überraschend starke Saison.» Nicht nur die eigenen Ambitionen sind tief, auch die Konkurrenz scheint übermächtig. «Solothurn wird das wohl Rennen machen, aber auch die Seen Tigers sind sehr stark», wägt Arnold ab.Bei seinem Team hinterlässt die lange Saison allmählich Spuren. «Alle haben kleinere Blessuren», so Arnold, «einer spielte zuletzt sogar mit gebrochener Hand.» Trotzdem, die Luft ist noch nicht draussen, unterstreicht Christian Roth: «Wir haben definitiv noch Kraft. Für diese Bonus-Spiele kann jeder noch ein paar Reserven anzapfen.» Er geht mit gutem Beispiel voran, ist auch mit 40 Jahren noch eine wichtige Teamstütze. Hanspeter Arnold bestätigt: «Ohne ihn hätten wir es nicht geschafft. Roth und Goalie Büttiker spielten im entscheidenden Match herausragend.»

Erstliga-Aufstiegsrunde

Spielplan

Samstag, 16. April: Solothurn – Kreuzlingen (17.00). Chênois – Olten (18.00). Stans – Seen Tigers (19.30).

Mittwoch, 20. April: Kreuzlingen – Stans (20.00). Seen Tigers – Chênois (20.45).

Donnerstag, 21. April: Olten – Solothurn (20.00).

Samstag, 23. April: Solothurn – Chênois. Seen Tigers – Kreuzlingen (beide 17.00). Stans – Olten (20.00).

Mittwoch, 27. April: Solothurn – Stans (20.00). Chênois – Kreuzlingen (20.15).

Donnerstag, 28. April: Olten – Seen Tigers (20.00).

Samstag, 30. April: Kreuzlingen – Olten. Stans – Chênois. Seen Tigers – Solothurn (alle 19.30).