Den vier Bisherigen stehen sechs neue Kandidaten gegenüber. Den Kampf um den frei werdenden Schafer-Sitz werden voraussichtlich zwei Frauen unter sich ausmachen. Die besten Chancen ausrechnen können sich die seit kurzem wieder im Parlament sitzende Marion Rauber von der SP und die FDP-Parteipräsidentin Monique Rudolf von Rohr. Beide Frauen sind in der Stadt gut vernetzt: Rauber sitzt im Fukorat, dem Organisationskomitee der Oltner Fasnacht; Rudolf von Rohr zeichnet sich mit ihren Engagements im Kulturbereich aus, das ihr Stimmen über die freisinnige Stammwählerschaft hinaus einbringen könnte.

Nur Aussenseiterchancen hat die SVP mit der politischen Quereinsteigerin Ursula Rüegg, die als Leiterin der Sozialen Dienste den passenden beruflichen Hintergrund für die Sozialdirektion mitbringen würde, sowie die Grünliberale Beatrice Schaffner, die mit ihrer Erfahrung als Kantonsrätin in der Bevölkerung punkten könnte.

Keine reellen Wahlchancen ausrechnen darf sich Simon Gomm von der Jungen SP. Allerdings wird er der Kandidatin der Mutterpartei, Marion Rauber, ein paar Stimmen abjagen. Zudem hat er so mehr Publizität für ein Gemeinderats-Mandat, das er neu anstrebt.

Schwer zu sagen ist, wie der wilde FDP-Kandidat Thomas Rauch abschneiden wird, der bei der internen Ausmarchung den Kürzeren zog. Kann er der offiziellen FDP-Kandidatin Rudolf von Rohr gefährlich werden oder nimmt er ihr nur ein paar Stimmen weg?

Trotz allem: Die Chancen sind gut, dass der Frauenanteil in der Oltner Regierung in der neuen Legislatur höher sein wird als bisher.