Olten
Die neuen Elektro-Laubbläser schonen das Gehör der Oltner

Die Mitarbeiter des städtischen Werkhofs sind neu auf leisen Sohlen unterwegs. Akku-Laubbläser reduzieren die Lärmbelastung erheblich.

Urs Moser
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Das Bundesamt für Umwelt warnt: «Laubbläser erreichen einen Schallleistungspegel (pro Zeiteinheit abgegebene Schallenergie) von bis zu 115 Dezibel. Ein Schalldruckpegel (Mass der Stärke eines Schallereignisses) am Ohr von 100 Dezibel ist daher nicht unüblich und wird durch die Suva als gefährlich eingestuft.»

Mit Laubbläsern sind auch die Mitarbeiter des Oltner Werkhofs tagtäglich zu Gang. Nicht nur im Herbst, um Strassen und Plätze von herabfallendem Laub zu säubern. Insbesondere in der Altstadt werden sie auch sonst für Reinigungsarbeiten verwendet, die nahende Fasnacht zum Beispiel ist ein klassisches Einsatzfeld.

Das belastet nicht nur das Gehör der städtischen Angestellten, auch manche Anwohner leiden beträchtlich unter dem ohrenbetäubenden Lärm.

Litten. Seit Ende Dezember sind neue Geräte im Einsatz, von einem Akku statt einem Benzinmotor angetrieben. Und die sind erheblich leiser. Der Unterschied ist frappant: Das Geräusch erinnert eher an einen leistungsstarken Haarföhn als an das Gartengerät, mit dem man den Nachbarn zur Weissglut treiben kann.

Nun sind Elektro-Laubbläser keine bahnbrechende Neuigkeit. Ein früherer Test sei nicht zufriedenstellend verlaufen, sagt der stellvertretende Werkhof-Chef Erich Leimgruber. Nun ist aber ein Gerät auf dem Markt, das den benzinbetriebenen Bläsern erstens punkto Leistung nicht ganz, aber nahezu ebenbürtig ist.

Zweitens hält der Akku einen halben Arbeitstag durch und die Mittagspause reicht aus, um ihn wieder vollständig aufzuladen. Mit rund 1500 Franken ist der Flüster-Bläser zwar teurer als die benzinbetriebenen, aber das war es dem Werkhof wert.

«Schliesslich möchten wir in der Stadt positiv auffallen und nicht durch Lärmbelästigung», sagt Leimgruber.

Die Stadt hat vorderhand drei von sieben Laubbläsern ersetzt. Das heisst: Flächendeckend Ruhe herrscht nicht. Die neuen Geräte kämen in sensiblen Bereichen zum Einsatz, so Leimgruber. Will heissen: Hauptsächlich in der Altstadt oder auch auf dem Friedhof.

Ob bei einem nötigen Ersatz nur noch die leisen Akku-Bläser angeschafft werden, will er noch offen lassen. Man werde das sicher ins Auge fassen, aber: «Einfach wegschmeissen können wir die alten, noch funktionierenden Geräte nicht.»

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