Olten
Die neue Laufstrecke am 2-Stunden-Lauf will getestet sein

Am 20. September heisst es in Olten wieder «Achtung – fertig – los!». Diesmal für das Projekt «Werken im Park» des Vereins Robi Olten und für ein Jugendprojekt in Kolumbien von horyzon.

Urs Huber
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Werken im Park, das Projekt des Robi-Teams auf der rechten Seite der Aare.

Werken im Park, das Projekt des Robi-Teams auf der rechten Seite der Aare.

zvg

Zum 27. Mal wird der Oltner 2-Stunden-Lauf in der Altstadt ausgetragen. Zum zweiten Mal unter der Trägerschaft des Kiwaniclubs Olten. Nach dem letztjährigen Teilnehmerrekord von 415 Läuferinnen und Läufern wird auch dieses Jahr auf eine grosse Beteiligung gehofft. Neu wird am 20. September die Streckenführung sein. Gestartet wird nach wie vor auf dem Ildefonsplatz.

Von dort aus geht es direkt zur Alten Brücke, weiter zum Gäubahnsteg und zur Schützenmatte. Ab der Schützi kommt die neue Strecke zum Einsatz: Über die Leberngasse zur Kirchgasse und via Hauptgasse geht es in die Marktgasse zum Ildefonsplatz zurück, dem Dreh- und Angelpunkt des Laufes. Die Gesamtlänge beträgt neu 1,5 km. Auch dieses Jahr werden die Läuferinnen und Läufer auf dem Rundkurs verpflegt und musikalisch angespornt.

Robi Olten «Werken im Park»

Das 2013 auf der rechten Stadtseite lancierte Projekt «Werken im Park» ist ein grosser Erfolg. Am Mittwoch-, Freitag- und Samstagnachmittag fährt der Bus des Robi-Teams jeweils mit neuen Bastel- und Werkideen beim Vögeligarten vor. Rund 40 bis 60 Kinder, mehrheitlich im Primarschulalter, besuchen das Robi-Angebot. Dabei können bis zu 25 Mädchen und Knaben pro Nachmittag im Robi-Spielpavillon die Werkbank und die Werkzeuge nutzen.

Die Arbeiten aus verschiedensten Materialien wie Holz, Papier, Salzteig und vieles mehr werden möglichst an einem Nachmittag fertiggestellt. Die Kinder brauchen viel Unterstützung im Umgang mit den Maschinen, wie zum Beispiel der Dekupiersäge. Das Projekt führt die Mädchen und Jungs zu handwerklichen Tätigkeiten hin. Es fördert sie, etwas Neues auszuprobieren, und stärkt sie in ihrem Selbstvertrauen. Die Kinder sind mit grosser Begeisterung bei der Sache, ebenso wie das Robi-Team.

Durch dieses erweiterte Robi-Angebot und die damit verbundene höhere Präsenz auf der rechten Stadtseite kann individueller auf die Kinder eingegangen und eine Beziehung aufgebaut werden. Jetzt heisst es nicht mehr «der Robi-Bus kommt», sondern «Matthias, Selina und Daniela kommen». Mit dem Drittel aus dem Lauferlös sollen die aktuellen Kosten gedeckt werden, damit dieses einzigartige Projekt im gleichen Umfang wie 2013 weitergeführt werden kann.

Jugendliche aus Armenquartieren

Seit sieben Jahren betreut die Schweizer Entwicklungsorganisation für Jugendliche, horyzon, dieses Projekt in Kolumbien. Jährlich können so 5000 12- bis 21-jährige Kinder und Jugendliche in Kolumbien dank Bildung ihre Lebenssituation verbessern.

Durch eine intensive Quartierarbeit, die Ausbildung von sozial engagierten Jugendleiterinnen und -leitern, den Aufbau von Jugendgruppen, Aktivitäten in Schulen und die Zusammenarbeit mit den Angehörigen in den Armenquartieren wirkt das Programm auf verschiedenen Ebenen der Gesellschaft. Den Jugendlichen wird eine schulische und berufliche Ausbildung für die wirtschaftliche Eigenständigkeit ermöglicht.

Die vielfältigen Aktivitäten bieten eine Alternative zu kriminellen, bewaffneten Gruppierungen. Es werden auch Aktionen zum Aneignen eines gewaltfreien Lebensstils angeboten. Das Projekt wird in mehreren Städten umgesetzt und die Organisation ist überregional vernetzt. Dies vergrössert Wirkung und Möglichkeiten, die Interessen der Jugendlichen in der Gesellschaft besser einzubringen.

Die verantwortliche Person in der Schweiz, Irène Hofstetter, hat jede Woche direkten Kontakt mit der Partnerorganisation in Kolumbien. Sie besucht sie auch einmal im Jahr. Als Erfolg des Projekts sieht Irène Hofstetter «wenn Gewalt nicht mehr als Lösung angesehen wird». Zwei Drittel des Lauferlöses sollen dieses Programm im Jahr 2015 mitfinanzieren.