Am Donnerstagsbend hat das Oltner Gemeindeparlament einen wegweisenden Entscheid gefällt – und zwar in zweierlei Hinsicht. Zum einen kamen die Politiker in allen Parteien zum Schluss, dass das für den Schulbetrieb vor knapp 150 Jahren gebaute Hübeli – trotz aller Emotionalität – dafür heute nicht mehr geeignet ist. Die Bandbreite der Argumente für eine Schliessung reicht von raumtechnischer, pädagogischer bis zu finanzieller Natur.

Der Entscheid vom Donnerstag eröffnet zum anderen aber auch bei der Museumsplanung eine neue Perspektive, die bisher nicht offenstand: Für das Kunstmuseum, das dereinst aus seinem jetzigen Standort ausziehen soll, gibts nun mit dem Umzug ins Hübeli eine weitere Alternative.

Diese Variante wird auch im Schulraumplanungs-Bericht mehrmals erwähnt. Bisher stand ein Umzug ins Naturmuseum im Vordergrund, das im September dieses Jahres geschlossen und im neuen Haus der Museen wiedereröffnet wird.

Käme das Kunstmuseum im Hübeli unter, stünden an der Kirchgasse an repräsentativer Lage zwei städtische Liegenschaften zur Verfügung, die nach einer Sanierung zu gutem Geld an das Gewerbe vermietet werden könnten.

Im Schulraumplanungs-Bericht steht, dass «die zukünftige Nutzung des Schulhauses Hübeli rasch geklärt werden muss». Diese Frage ist derzeit aber nicht prioritär, weil das Schulhaus erst in ein paar Jahren leer steht. Zuerst muss sich die Politik einig werden, wohin das Kunstmuseum zügeln soll – wenn überhaupt – und was mit der in diesem Jahr frei werdenden Naturmuseums-Liegenschaft passiert. Die Museumsplanung hat jetzt Vorrang.