Mümliswil

Die kommende Classionata lockt mit mit Strauss und Mozart

Das war 2011: An der Classionata Mümliswil wurde «Eine Nacht in Venedig» aufgeführt.

Das war 2011: An der Classionata Mümliswil wurde «Eine Nacht in Venedig» aufgeführt.

Die Vorbereitungen für die kommende Classionata in Mümliswil laufen. Der künstlerische Leiter, Dirigent Andreas Spörri, spricht über einige Details. Er bringt Werke von Johann Strauss und Wolfgang Amadeus Mozart zur Aufführung.

Die Vorbereitungen für Internationale Musikfesttage Classionata Mümliswil vom 18. bis 28. April 2013 laufen auf Hochtouren. Der Intendant und künstlerische Leiter Andreas Spörri bringt für in der Ausgabe von 2013 den «Zigeunerbaron» von Johann Strauss und bekannte Werke von Wolfgang Amadeus Mozart zur Aufführung.

Im Interview verrät Spörri, was im Hinblick auf die internationalen Musikfesttage hinter den Kulissen bereits geschehen ist.

Andreas Spörri, wie sind die Vorbereitungen angelaufen?

Andreas Spörri: Wir haben an verschiedenen Orten mit den Vorbereitungen begonnen. Leider hat mich die Nachricht der Absage unseres Regisseurs Horst Zander erreicht. Er ist erkrankt und weiss nicht, ob er bis im April wieder im Besitz seiner vollen Kräfte ist, um die Regiearbeit des «Zigeunerbarons» zu übernehmen. Deshalb hat er mich gebeten, ihn von seinem Vertrag zu entbinden. Ich hatte das Glück, relativ schnell einen neuen Regisseur in der Person von Thomas Mittmann, einem international erfahrenen Musiktheater-Regisseur, zu finden.

Muss jetzt die Inszenierung neu überdacht werden?

Jeder Regisseur hat natürlich wieder seinen eigenen Interpretationsspielraum. Als künstlerischer Leiter gebe ich die Grundhaltung, die der traditionellen Inszenierung des Werks entspricht, wie ich mir diese in Bezug zum Classionata- Festival vorstelle, vor. Für die Betonung der Libretto-Interpretation ist jedoch die kreative Arbeit des Regisseurs gefragt.

Der Zigeunerbaron von Johann Strauss wird an der Classionata an zehn aufeinanderfolgenden Tagen aufgeführt.

Ja, dies ist für unser Festival die grosse Herausforderung. Normalerweise werden bei anderen vergleichbaren Veranstaltungen die klassischen Veranstaltungstage wie der Freitag, Samstag oder Sonntag bespielt. Bei uns ist dies nicht möglich, weil viele unserer internationalen Künstler nicht über einen längeren Zeitraum bei uns bleiben können. Am Montag, 22. April 2013, findet die Mozart-Gala statt. Dieser Tag ist für die Stimmen der Sängerinnen und Sänger ein Erholungstag.

Bei der Mozart-Gala haben Sie wiederum einen berühmten Solisten engagieren können.

Dieter Flury, ein Schweizer Musiker, welcher schon seit über 30 Jahren Soloflötist der Wiener Philharmoniker ist, wird das Flötenkonzert in D-Dur spielen. Begleitet wird er von unserem hervorragenden, jungen Classionata-Festival-Orchester, welches noch die berühmte «Kleine Nachtmususik» sowie die Sinfonie Nr. 40 in G-Moll von Mozart spielen wird. Ein Pfeiler des Classionata-Gedankens ist, dass neben den Aufführungen von Musiktheater-Werken auch Sinfoniekonzerte stattfinden. Mit den Sinfoniekonzerten begann vor fast 20 Jahren mit dem Hermitage Symphony Orchestra-Camerata St. Petersburg meine Kulturaktivität in Mümliswil.

Es ist auffallend, dass Sie sich als Intendant bei den Musiktheater-Werken auf Johann Strauss fokussieren.

Ich bin ein grosser Verehrer der Musik von Johann Strauss. Als Erster Gastdirigent des Wiener Opernball Orchesters habe ich mir ein Repertoire von über 200 Werken von Johann Strauss angeeignet. Ich entdecke in dieser Musik immer wieder eine unglaubliche Meisterschaft der musikalischen Darstellungsmöglichkeiten. «Ja, das Schreiben und das Lesen, ist nie mein Fach gewesen…»: Die berühmte Schweinezüchter-Arie des Herrn Zsupan ist bereits Volksliedgut geworden. Was will man als Komponist mehr erreichen? Als Walzerkönig hat er etwas geschaffen, was zu seiner Zeit unmöglich schien, nämlich dass der Wiener Walzer sowohl vom Volk als auch von den Obrigkeiten als jeweils eigener Musikstil empfunden wurde.

In Mümliswil ist also ein Festival mit Wiener Charme zu erleben?

Ja, wir versuchen alles, damit das Publikum in diese Welt eintauchen kann. Auch kulinarisch kann man sich in unserem Classionata-Restaurant, welches sich neben dem «Theater» befindet, vor oder nach den Aufführungen mit dem Operetten-Menü verwöhnen lassen.

Gibt es besondere Angebote und Vergünstigungen?

Die Classionata-Daten 2013 sind so angesetzt, dass zwei Sonntagsaufführungen jeweils um 17 Uhr stattfinden. Familien haben so die Möglichkeit, vom Familienrabatt Gebrauch zu machen. Gruppen ab zehn Personen bekommen 10 Prozent Vergünstigung am Dienstag, Mittwoch und an den Sonntagen. Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen möchte, kann nach den Abendaufführungen um 22.45 Uhr den Bus ab Extrahaltestelle Schulhaus Brühl nach Oensingen mit Anschlüssen nach Bern, Zürich sowie Basel oder ab Balsthal Richtung Waldenburg in Anspruch nehmen. (mgt)

Tickets und Infos unter www. classionata .ch oder Tel. 079 563 87 09 an.

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