Wer am Samstagnachmittag die Kirchgasse passieren wollte, konnte der herrschenden Lebenslust und Freude einfach nicht aus dem Weg gehen. Am zweitägigen Robifest machten herumrennende und -tollende Kinder die Kirchgasse zu einem lebendigen Ort. Passend zur fröhlichen Stimmung strahlte die Sonne auf die vielen Besucherköpfe.

40 Jahre Robinsonspielplatz

Dank der Eröffnung der Kirchgasse konnte das 40-jährige Jubiläum des Robinsonspielplatzes dieses Jahr erstmals auf einer grösseren Fläche gefeiert werden. Mit der zentralen Lage fanden nicht nur die Stammfreunde des Robis Freude daran, sondern auch Passanten verweilten mal kurz, mal lang an einem der vielen Spiel- und Bastelposten oder an einer der Festbänke im Schatten. «Dieses Jahr gibt es viel mehr Besucher als in den letzten Jahren», meinte Christoph Studer, Präsident Robi Verein Olten. Eines ist aber klar: Die grösste Freude hatten am actionreichen Robifest sicherlich die Kinder.

Kleine Stars auf der offenen Bühne

Jede Laune und jede Lust konnte nämlich auf dem Festareal ausgelebt werden. Auf einer Hüpfburg konnten die Springlustigen um die Wette hüpfen, während sich zukünftige Radprofis mit verschiedenen Fahrgeräten ein Rennen lieferten. Für den grossen und kleinen Hunger zwischendurch konnte man sich an kleinen Feuerkesseln Schlangenbrot grillieren, Popcorn poppen lassen, Marshmallows zum Schmelzen bringen oder an einem Stand eine Pizza nach eigenem Geschmack belegen.

Direkt vor dem Kunstmuseum kamen die jungen Künstlerinnen und Künstler zum Zug, die an einem Malposten mit Pinsel und Farbe den Kunstwerken nebenan Konkurrenz machen konnten. Die Spielhungrigen hingegen konnten sich an einer Röllelibahn und an verschiedenen Spielposten sättigen.

Nichts für Publikumsscheue war die erstmals durchgeführte «Robis offene Bühne», auf welcher alle Mutigen ihre Talente vorführen durften. «Die Kinder können ja auch etwas zum Fest beitragen», so Christoph Studer. Zehn Auftritte konnte das Publikum miterleben. Darunter auch eine Tanzeinlage zum Ohrwurm «Danza Kuduro» und ein Geigen-Solo. «Die Auftritte konnten die Kinder in den letzten Wochen beim Robi-Spielplatz üben», erklärte Spielplatzleiterin Andrea Wampfler.

Auch das traditionelle Harassenstapeln fehlte nicht und erfüllte viele kleine Adrenalin-Junkies, die sich - trotz plötzlich aufgekommenen Windböen - in die Höhe wagten. Den vor acht Jahren geschafften Rekord von 32 Harassen blieb aber auch dieses Jahr ungebrochen. Die diesjährige höchste Anzahl von 20 Harassen schafften dafür gleich drei schwindelfreie Kinder.

Vom Robi in die Baudirektion

Die 40 Jahre zurückliegende Gründung des Robinsonspielplatzes wurde in einer Fotoecke gewürdigt, an der Interessierte mit alten Fotos aber auch kurzen Rückblicken auf die Entstehungsgeschichte zurückschauen konnten. In einem Zelt wurden zudem alte Videos kommentarlos gezeigt.

Auch der anwesende Baudirektor und Stadtpräsident Martin Wey erinnerte sich dabei gerne zurück, als er selbst auf dem Oltner Robinsonspielplatz eine Baumhütte baute. In einer kurzen Rede dankte und lobte er das Engagement des Robi Vereins Olten und betonte die Wichtigkeit des Robinsonspielplatzes: «Die Stadt ist froh drum.»