Kinderbuch
Die ganze Familie hilft mit, um Tiere träumen zu lassen

Marcel Belart veröffentlicht seinen Erstling «Tierträume von A bis Zzzzz». Seine ganze Familie half mit, dass es soweit kam.

Trudi Stadelmann
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Regula, Louis und Marcel Belart (v.l.) freuen sich über den Erstling «Tierträume von A bis Zzzzz». zvg

Regula, Louis und Marcel Belart (v.l.) freuen sich über den Erstling «Tierträume von A bis Zzzzz». zvg

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Als Bub träumte der Egerkinger Marcel Belart (38) davon, als jüngster Schweizer Schriftsteller ein Buch zu veröffentlichen. Und es versteht sich von selbst, dass das Aufsatzschreiben zu seinen Lieblingsfächern in der Schule gehörte.

Die Sache mit dem jüngsten Schriftsteller hat nicht geklappt, sein erstes Buch ist erst vor wenigen Tagen erschienen. Aber gut Ding will Weile haben, und das Ding, das Buch «Tierträume von A bis Zzzzz» ist gut geworden.

Was träumen Vierbeiner?

Hunde- oder Katzenbesitzer werden sich schon gefragt haben, was ihre Vierbeiner träumen, wenn sie im Schlaf zucken. Welchen Briefträger oder welche Maus jagen sie? Belart hat sechsundzwanzig Geschichten über Träume der Tiere geschrieben, witzig und mit überraschenden Enden. So träumt der Yorkshireterrier namens Yoschi, er sei ein gestandener Bauarbeiter. Und vielleicht träumt er dies nicht nur. Belart liefert hier den Grund, warum bei Aufrichtefeiern Bäume auf den Dächern der Neubauten stehen.

Das Buch ist eigentlich ein Familienprojekt. Belarts Frau Regula ist Lehrerin und brachte ihn auf die Idee, Kindergeschichten zu schreiben. Es gebe zu wenig davon, und vor allem gebe es nicht viele, die wirklich gut seien. Ihr mittlerweile sechsjähriger Sohn Louis war der erste Kritiker. «Kinder sind ehrlich, die sagen sofort, wenn ihnen etwas nicht gefällt.»

Seit rund sechs Jahren hat der Versicherungstreuhänder an dem kleinen Werk geschrieben. Aber erst seit er sein Amt als Präsident des Unihockeyclubs Black Ants Hägendorf-Rickenbach aufgegeben hat, konnte er sich wirklich dem Schreiben widmen. Es verwundert denn auch nicht, dass die Ameise Amélie von einer Karriere als Sportlerin träumt.

Illustriert im eigenen Haus

Regula Belart hat das kleine Büchlein illustriert. Kleine, detailreiche Zeichnungen zeigen die verschiedenen Tiere. Und auch zu dem Buchstaben «X» hat sich ein Tier gefunden. Der Xenocongride Xeno ist ein Knochenfisch. Über diese Art ist nicht viel bekannt, weil sie sich gerne verstecken. Wie es dazu gekommen ist, dass sie von der Wissenschaft trotzdem entdeckt wurden, kann man in Belarts Werk nachlesen.

Auch Bruder mischt mit

Aber nicht nur Frau und Sohn haben tatkräftig mitgeholfen. Marcel Belarts Bruder Yanick hat die Website des Ich-Verlages gestaltet und den Schriftsteller zwischendurch gehörig unter Druck gesetzt, die Geschichten endlich fertigzustellen. Und sein Vater und Kantonsrat Claude Belart als passionierter Golfer hat die Idee zu der Geschichte mit dem Maulwurf Max geliefert. Max, der davon träumte, nicht blind zu sein. Belart hat eine blühende Fantasie und schon weitere Ideen zu Tierträumen. Und wer ein bisschen googelt, muss sich keine Sorgen machen: Es gibt noch etliche Tiere, deren Namen mit X beginnen.

Marcel Belart: Tierträume von A bis Zzzzz, 2015, 135 Seiten, Fr. 14.90. Infos und
Bestellung auf www.ich-verlag.ch