Olten
Die Fraktion SP/Junge SP will die Velofreundlichkeit fördern

SP/Junge SP möchten mit Postulat Zweiradverkehr unterstützt sehen.

Merken
Drucken
Teilen
Die Stadt Olten soll velofreundlicher werden. (Archivbild)

Die Stadt Olten soll velofreundlicher werden. (Archivbild)

Oltner Tagblatt

Im Juni hat die Fraktion SP/Junge SP ein Postulat eingereicht, mit welchen sie den Stadtrat einlädt, zu prüfen, «wie die Velo­freundlichkeit der Stadt Olten im Hinblick auf die nächsten Ausgaben des Prix Velostädte von Pro Velo Schweiz nachhaltig gesteigert werden kann.»

Wie die beiden Erstunterzeichnenden Huguette Meyer Derungs und Eugen Kiener in der Eingabe erwähnen, sind die beiden Preisvergaben für die Jahre 2021 beziehungsweise 2024 vorgesehen. Olten sei beim letztmaligen Ranking 2018 auf einem mässigen Mittelfeldplatz gelandet: Rang 19 unter 34 Städten.

Kritisch merkt der Vorstoss auch an, just in der Frage, ob die Velofahrenden von der Verwaltung als ebenbürtige Verkehrsteilnehmer ernst genommen würden, sei Olten auf dem letzten Platz gelandet. Und: Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels und dem Bestreben der Stadt, das Energielabel Gold anzupeilen, verdiene die Förderung der Veloverkehrsinfrastruktur einen zusätzlichen Schub.

Stadtrat will Vorstoss erheblich erklären

Auch wenn der Stadtrat in seiner Antwort auf den Vorstoss gewisse Argumente relativiert, so plädiert er für die Erheblicherklärung des Postulats. Zwar habe die Stadt 2018 tatsächlich leicht unterdurchschnittlich abgeschnitten. In den letzten 12 Jahren sei die Bewertung aber um 0,70 Punkte deutlich gesteigert worden. 0, 70 Punkte entsprechen fast einer ganzen Note auf der Skala von 1 bis 6.

Dies seien «bemerkenswerte Fortschritte», wie Pro Velo im Schlussbericht festhalte. Zudem führt der Stadtrat in seiner Antwort an, aus Olten hätten sich beim letzten Ranking 155 Personen be­teiligt. «Das entspricht 0,8 Prozent der Bevölkerung», so der Stadtrat weiter.

Die Stadt Olten verfügt über ein Fuss- und Veloverkehrskonzept; entstanden im Jahr 2009. Zudem liegt der Mobilitätsplan vor. Darin ist unter anderem festgehalten: «Ein durchgängiges Netz aus direkten Haupt- und Ergänzungsrouten ver­bindet alle relevanten Ziel- und Quellorte.»

Davon ist die Stadt Olten allerdings noch ein schönes Stück entfernt. Aber: In den Jahren 2019/2020 war Olten Partnerstadt für Studiengänger der Raum- und Verkehrsplanung an der Hochschule Rapperswil. Dabei entstanden, so der Stadtrat, «zehn Gruppenarbeiten zum Thema ‹Masterplan Velo›».

Fazit: Ein Ausbau der Veloinfrastruktur sei kostenintensiv und bedinge planerische Vorlaufzeit. «Das Thema ist Gegenstand der laufenden Ortsplanung», schreibt der Stadtrat in seiner Antwort und hält dazu auch abschliessend fest: «Die Direktion Bau wird sich weitere Gedanken machen, wie die
Velofreundlichkeit in der Stadt Olten weiter gesteigert werden kann.»