Olten
Die Fackeln standen im Zeichen der Hoffnung und der Solidarität

Zum Tag der Menschenrechte zogen rund 40 Personen mit Fackeln vor der Stadt- zur Pauluskirche. Dort wurden sie zu einem wärmenden Feuer vereint.

Urs Huber
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Station vor der Stadtkirche: An die 40 Personen nahmen am Fackelmarsch zum Tag der Menschenrechte teil.

Station vor der Stadtkirche: An die 40 Personen nahmen am Fackelmarsch zum Tag der Menschenrechte teil.

HR.Aeschbacher

Artikel 5 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte lautet: «Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.» Verkündet wurde dieser Leitsatz, zusammen mit weiteren 29 Artikeln der UNO-Menschenrechtscharta am 10. Dezember 1948. Seither gilt der 10. Dezember als Tag der Menschenrechte.

Und er bewegt Frauen und Männer auch 65 Jahre nach dessen Proklamation, wie der gestrige Abend in Olten zeigte. Acat, die Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter» hatte zusammen mit Amnesty International und der Offenen Kirche Region Olten zum Fackelzug geladen: Fackeln als Zeichen der Hoffnung und der Unterstützung, wie Meinrad Schmid (Acat) aus Trimbach später vor der Pauluskirche sagen wird.

Erst schlau machen

Just drei, vier Dutzend Personen wollten zum Tag der Menschenrechte ein Zeichen setzen, marschierten mit ihren Fackeln meist stumm durch die Gassen. Vorausgegangen waren dem Zug von der Stadt- zur Pauluskirche Worte von Oltens Vizestadtpräsident Thomas Marbet. Er habe sich, er gestehe es gerne, erst ein bisschen schlau machen müssen zum Tag der Menschenrechte, meinte er.

Aber er wusste: «Es lohnt sich auch bei uns hinschauen.» Sans Papiers oder Personen, die unter menschenunwürdigen Bedingungen beschäftigt würden, ohne soziale Absicherung, seien immer wieder mal anzutreffen. «Auch wenn wir uns hier emanzipiert fühlen: Es gilt dennoch das Bewusstsein für Menschenrechtsverletzungen und die Menschenrechte zu schärfen», so der Vizestadtpräsident weiter, der sich persönlich von der in Afrika praktizierten Genitalverstümmelung betroffen zeigte.

Fackeln zu Feuer

Vor der Pauluskirche wurden die Fackeln dann zu einem grossen, fast wärmenden Feuer vereint. «Auch als Mahnmal der Besinnung», wie Schmid meinte, der die Anwesenden dann in die Pauluskirche lud.

Drinnen führten Rhaban Straumann und Roman Wyss zur besinnlichen Halbstunde: Feine Wortspielereien, zwischen Ernsthaftigkeit und Humoreske wechselnd, unterlegt mit leichten, akzentuiert sphärischen Melodien Wyss’ leiteten schliesslich zum eher geselligen und heiteren Abschluss der Veranstaltung über.