Olten
Die ersten Waldtage – aber wohl kaum die letzten

Der Verband Bürgergemeinden und Waldeigentümer würdigt den Grossanlass vom September im Oltner Bornwald als grossen PR-Erfolg für den Wald.

Christian von Arx
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Das Volk im Wald: Rund 20000 Besucherinnen und Besucher kamen im September an die ersten Waldtage.

Das Volk im Wald: Rund 20000 Besucherinnen und Besucher kamen im September an die ersten Waldtage.

Bruno Kissling

Rund 20 000 Besucher im Oltner Bornwald, 4000 Schülerinnen und Schüler im Schulprogramm, 95 Prozent der Feedbacks im Bereich «sehr gut bis hervorragend» und eine ausgeglichene Abrechnung: Die ersten Solothurner Waldtage vom 2. bis 7. September waren für den Bürgergemeinden- und Waldeigentümer-Verband Kanton Solothurn (BWSo) ein Erfolg. «Meine persönlichen Erwartungen wurden übertroffen», sagte Präsident Konrad Imbach (Biberist) an der Generalversammlung des Verbandes vom Freitag in Starrkirch-Wil, und Projektleiter Geri Kaufmann von der Geschäftsstelle BWSo bilanzierte: «Es war ein toller PR-Anlass für den Wald, für den BWSo, für den Forstpersonalverband und für das Amt für Wald, Jagd und Fischerei.»

Für den Erfolg brauchte es allerdings sehr viel Arbeit: «Es war eine Riesenkiste für uns», gab Imbach zu. Regierungsrätin Esther Gassler, die als OK-Präsidentin amtete, lobte ihre «tolle Mannschaft», die im Milizsystem und ohne Sitzungsgelder gearbeitet habe, in den höchsten Tönen. Auch bei ihr hätten die Waldtage Spuren hinterlassen: «Freude, Staunen, Befriedigung – und einer noch tiefere Beziehung zu Wald und Natur.»

Mit einer Diaschau konnten die Vertreter der 97 Bürgergemeinden und 23 Einheitsgemeinden und die Gäste der GV in der Starrkirch-Wiler Dorfhalle Jurablick nochmals ausgiebig im Grün der Waldtage am Born schwelgen.

Felix Frey für Leo Baumgartner

Die weiteren Geschäfte der Generalversammlung lösten keine Diskussionen aus. Allerdings kam es zu einem Wechsel im Vorstand des BWSo: Vizepräsident Leo Baumgartner (Wangen) trat nach 18 Jahren aus dem Vorstand und dem leitenden Ausschuss zurück. Als Nachfolger und neuen Vertreter der Bürgergemeinden der Amtei Olten-Gösgen wählte die GV einstimmig den 62-jährigen Elektroingenieur Felix Frey, seit 1997 Präsident der Bürgergemeinde Olten.

Leo Baumgartner tritt auch aus der kantonalen Fachkommission Bürgerrecht zurück, die er seit 2001 präsidiert hatte. Als neuer Präsident ist Sergio Wyniger (Solothurn) vorgesehen. Einen neuen Vertreter des BWSo in der Fachkommission sucht der Vorstand.

Wechsel bei Pro Holz

Neben Baumgartner ehrte BWSo-Präsident Imbach an der GV auch Irene Froelicher (Lommiswil): Die frühere Kantonsrätin habe sich während 12 Jahren als engagierte und hartnäckige Präsidentin von Pro Holz für die Förderung der Holzverwendung, namentlich auch in der Architektur, eingesetzt. Pro Holz ist neu als Fachgruppe in den BWSo integriert und wird jetzt vom Revierförster und Kantonsrat Thomas Studer (Selzach) geleitet.

Im kommenden Jahr wird die BWSo-Geschäftsstelle die Waldeigentümer bei der Zertifizierung beziehungsweise Rezertifizierung ihrer Wälder für das FSC-Label unterstützen, wie Geschäftsführer Geri Kaufmann im Tätigkeitsprogramm mitteilte.

Weiter prüft der Verband, ob er im Jahr 2017 wieder einmal mit einer Sonderschau an der Solothurner Herbstmesse Heso teilnehmen will.

Ein Solothurner Identitätspreis?

Der Vorstand beschäftigt sich mit dem Projekt eines Solothurner Identitätspreises. Dieser soll dem angepassten Umsetzen von alten Werten und Traditionen in der Gegenwart dienen. Der Entscheid zur Lancierung dieses Preises sei aber noch nicht gefallen. An einer Informationsveranstaltung für die Verbandsmitglieder am 25. November in Egerkingen will der Vorstand die Idee näher vorstellen.

Auf politischer Ebene kündigte Regierungsrätin Gassler für Anfang 2015 eine Vernehmlassung zum total revidierten Jagdgesetz an. Anpassungen werde es auch im Bereich Bürgerrecht geben, doch warte der Kanton dazu die Ausführungsgesetzgebung des Bundes zum revidierten Bürgerrechtsgesetz ab.

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