Die ersten Schritte in der Kommandozentrale

Olten: Beim gestrigen Ambassadoren-Meeting standen die künftige SBB-Betriebszentrale und das Areal Bahnhof Nord im Fokus. Frank Bühler von SBB Immobilien zeigte auf, welches Potenzial in diesem Gebiet steckt.

Adriana Gubler
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In dieser Rohbauhalle wird das Herzstück der SBB-Betriebszentrale seinen Platz finden.

In dieser Rohbauhalle wird das Herzstück der SBB-Betriebszentrale seinen Platz finden.

HR.Aeschbacher

Gestern Dienstag gabs beim traditionellen Ambassadoren-Meeting der Wirtschaftsförderung Region Olten eine Premiere: Erstmals führten die SBB durch den Rohbau ihrer künftigen Betriebszentrale auf dem Areal Bahnhof Nord in Olten. Von dieser Zentrale aus, eine von schweizweit insgesamt vier, soll ab Ende 2014 das gesamte Mittelland mit den Städten Basel, Bern, Luzern und Olten gesteuert und die Kundeninformationen an den Bahnhöfen koordiniert werden. Die Ambassadoren konnten bei der Besichtigung gar erste Schritte im Herzstück des Gebäudes machen – im Kommandoraum.

42 Meter hohe Gebäude geplant

Einer musste sich bis zu dieser Begehung im Betonrohbau lange gedulden: Ernst Zingg. «Seit 2007 haben wir uns mit dieser Betriebszentrale beschäftigt. Wir mussten hart dafür kämpfen», bemerkt Oltens Stadtpräsident. 350 Mitarbeitende sollen dereinst in der Betriebszentrale beschäftigt werden. Alleine über 100 Arbeitsplätze werden sich im Kommandoraum befinden. 99 Millionen Franken verschlingt der Bau der Betriebszentrale insgesamt, wie José Thürler von den SBB sagt.

Nicht nur die Betriebszentrale, die seit 2012 im Bau ist, sondern das gesamte Areal Bahnhof Nord stand gestern über Mittag im Fokus des Ambassadoren-Meetings. Frank Bühler von SBB Immobilien zeigte auf, welches Potenzial in dem Areal der ehemaligen SBB-Industriewerke steckt: «Auf dem Areal wird es künftig eine Nutzfläche von 67 000 m2 geben, heute beträgt die Nutzfläche gerade mal 5000 m2», führt Bühler aus. Damit wird viel Arbeits- und Wohnraum entstehen. Bühler nennt dazu Zahlen: «Wir rechnen damit, dass genügend Raum für 2000 Arbeitsplätze und rund 300 Quartierbewohner vorhanden sein wird.» Geplant sind Gebäude, die bis zu 42 Meter hoch sind und 13 Stockwerke beinhalten. «Das ist eben urbanes Bauen», sagt Urs Blaser, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Olten.

Autofreier Boulevard inklusive

«Es wird sich ein neues, attraktives Quartier entwickeln», stellt SBB-Immobilien-Fachmann Bühler in Aussicht. Zur Attraktivität soll auch ein autofreier Boulevard, der sich durch das gesamte Areal ziehen wird, beitragen. Und Bühler ergänzt: «Es gibt zudem viele Möglichkeiten im Erdgeschoss-Bereich. Einem lebendigen Alltag mit Gastrobetrieben sollte also nichts im Wege stehen.» Die Ambassadoren erhielten gestern mit der künftigen SBB-Betriebszentrale und dem Areal Bahnhof Nord einen Einblick in ein brandaktuelles Thema, eröffnet doch heute Abend um 19 Uhr die Mitwirkungsausstellung zu diesem Areal in der Eingangshalle des Stadthauses.

Erfolgreich: Projekt ZentrumStadt

Das alljährliche Ambassadoren-Meeting wird von der Wirtschaftsförderung Region Olten im Rahmen des Projekts ZentrumStadt Olten durchgeführt. Das Projekt ZentrumStadt hat, wie der zufriedene Wirtschaftsförderer Urs Blaser festhält, ein erfolgreiches Jahr 2012 abgeschlossen: «Durch gezieltes Marketing und aktive Kommunikation konnten wichtige Entscheidungsträger von den Vorteilen und Möglichkeiten der ZentrumStadt Olten überzeugt werden. Die Stadt Olten hat sich in Standort-Evaluationsverfahren zu einem ernst zu nehmenden Mitbewerber entwickelt.»

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