WM-Achtelfinal

Die Emotionen hielten sich bei den Fans auf der Oltner Schützi in Grenzen

Im proppenvollen Public Viewing auf der Oltner Schützi kam die Stimmung nie so richtig in Fahrt.

Hin und wieder schlug einer die Hände über dem Kopf zusammen, skandierte die wohl über tausendköpfige Menge zaghaft «Hopp Schwiiz» und manchmal wusste man gar nicht, ob der Lärm über die Lautsprecheranlage der TV-Übertragung oder vom Zelt ausging.

Aber die Emotionen hielten sich am frühen Dienstagabend auf der Oltner Schützi doch in Grenzen. Dass einer kurz vor Spielschluss aus Frust noch seinen fast geleerten Bierbecher gegen die Leinwand schleuderte, war eigentlich auch schon der Gipfel an Negativreaktionen auf die Niederlage der Schweiz gegen Schweden.

Es war kein Fussballspiel zum aus der Haut fahren; Hoffen und Bangen blieb meist diskret. Manchmal fragte man sich, warum eigentlich der Mann vor einem bei einer Körpergrösse von 1.85 m noch eine Mütze aufhat, die ihn noch grösser macht und weswegen der die Sicht nach vorn noch mehr versperrt.

Aber: Man blieb cool. Natürlich waren da Chancen von Dzemaili, von Zuber, welche das Publikum lautstark untermalte, den Chancentod später zurückhaltend bedauerte.

Ach, man hätte Schwede sein mögen. Dann wäre man vielleicht noch zum hupenden Autokorso aufgebrochen. Aber eben: Schweden hatte es am Dienstag wohl keine auf der Schützi. Heja.

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