Nun wissen wirs wieder, nachdem das Wochenmagazin «die Weltwoche» in ihrer jüngsten Ausgabe das Ranking der attraktivsten Schweizer Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern publiziert hat. Unter 908 klassierten Kommunen findet sich Olten auf Rang 381 und ist, kantonsintern betrachtet, nach Lohn-Ammannsegg und Solothurn die Drittattraktivste. Olten ist, wie man so schön sagt, «bei den Leuten». In der Sparte «Arbeitsmarkt» ist die Stadt gar auf Rang 16 klassiert. Weniger gut schneidet sie in «Dynamik» (Rang 740), ab, während sie sich in den Sparten Reichtum (Rang 385) und Sozialstruktur (Rang 380) im vorderen, bei der Steuerbelastung (Rang 561) im hinteren Mittelfeld positioniert. «Die Platzierung in der Sparte Steuerbelastung ist wohl darauf zurückzuführen, dass der kantonale Steuersatz, auf dem die Gemeindesätze basieren, im nationalen Vergleich hoch veranschlagt ist», sagt Oltens Stadtschreiber Markus Dietler dazu.

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Grundsätzlich verfolge der Stadtrat zusammen mit der Stadtentwicklung solche Rankings schon mit einer gewissen Aufmerksamkeit, doch gelte im Grundsatz eher die Maxime, nicht die momentane Positionierung, sondern die Entwicklung festzuhalten und zu beobachten. «Was nicht immer einfach ist, weil die bewerteten Kriterien von Mal zu Mal ändern können», wie Dietler weiss. Zudem müsse man immer wieder feststellen, dass die Rankings teils auf alten Statistiken basierten. Dass Olten in der Dynamik einen der hinteren Plätze belegt, hängt zum einen mit der wenig wachsenden Bevölkerungszahl und dem – im Vergleich zu andern Gemeinden – offenbar eher geringen Anteil neu erstellter Wohneinheiten im Jahr 2011 zusammen. Ebenfalls bewertet wird die Zahl der Rentnerinnen und Rentner. In Olten leben rund 3500 Personen, die 65-jährig oder älter sind, was einem Fünftel der Bevölkerung entspricht.