Die Stadtratssitzung vom Montag hat sich dem Verkehrsmanagement in der Oltner Innenstadt gewidmet, nachdem die Parlamentssitzung von vergangenem Donnerstag gezeigt hat, dass die Begegnungszone wohl zu grosszügig veranschlagt wurde und ihr aus diesem Grund einhellige Opposition erwuchs. «Der Stadtrat fasst eine Redimensionierung der Begegnungszone ins Auge», brachte Stadtrat Thomas Marbet das Resultat der gestrigen Beratungen auf den Punkt.

Allerdings sei frühestens ab kommendem Montag mit einem definitiven Beschluss der Exekutive zu rechnen. Die Vorstellungen des Stadtrates müssten noch in der Kommission für Stadtentwicklung beraten werden.

Neubeurteilung notwendig

Die Diskussionen in Parlament und auch Stimmen aus der Öffentlichkeit hätten den Stadtrat schliesslich zu einer Neubeurteilung der Situation veranlasst, so Marbet weiter. Konkret gehen die Vorstellungen der Exekutive in Richtung einer Redimensionierung der Begegnungszone, wobei die Konradstrasse weiterhin Bestandteil der Tempo-20-Zone und damit der Begegnungszone bleiben soll.

«Denkbar für uns ist die Rückführung peripherer Verkehrsachsen der Innenstadt in die Tempo-30-Zone», so Marbet. Damit sind Ringstrasse, Solothurnerstrasse, allenfalls auch die Römerstrasse gemeint. Dort würden an exponierten Stellen auch wieder Fussgängerstreifen aufgetragen. Die Wiedereinführung einer Tempo-50-Zone hingegen komme nicht in Betracht.

Festhalten dagegen will der Stadtrat wie bereits erwähnt an der Konradstrasse als Teil der Begegnungszone, wobei dort visuelle Veränderungen notwendig sein würden, um die Sicherheit grundsätzlich zu erhöhen und bei Automobilisten ein entsprechendes Zonenbewusstsein zu vermitteln.

Konradstrasse optimieren

Die Verantwortlichen denken dabei an eine optimierte Beschilderung, optische Brecher wie etwa Blumentröge und – hinsichtlich des Standorts Hübelischulhaus – an noch nicht genauer definierte Massnahmen, welche die Verkehrssicherheit aus Sicht der Schulkinder erhöhen. Entsprechende Kontakte mit der Schulleitung und der Polizei seien bereits geknüpft, so Marbet. Ebenfalls weiter in der Begegnungszone verbleiben sollen Dornacher- und Hübelistrasse.

Das vom Stadtrat verfolgte Zuordnungsprinzip sieht demnach alle Achsen in der Innenstadt als Begegnungszone. Völlig offen ist dagegen noch der Status der Inneren Baslerstrasse. Sicher aber ist: «Die aktuellen Diskussionen um das Verkehrsmanagement haben gezeigt, dass Planansichten und ihre konkreten Auswirkungen nicht immer zu erkennen sind», so Marbet.