neue Rutschbahn

Die Badi-Saison 2017 in Olten verspricht Rennfeeling

Die grüne Rutschbahn in der Badi Olten bleibt 2016 geschlossen. (Archivbild)

Die grüne Rutschbahn in der Badi Olten bleibt 2016 geschlossen. (Archivbild)

Als Nachfolgerin der ausgedienten Rutsche in Olten folgt ein regelrechter Renner – allerdings erst im nächsten Jahr.

Wenn heute Mittwoch das Strandbad Olten seine Tore öffnet und zum «Kriterium des ersten Wassers» lädt, dann werden eingefleischte Badigänger einen Anblick doch vermissen: Jener der grünen Rutsche nämlich, die für die angebrochene Badesaison 2016 lediglich noch in Fragmenten gegenwärtig sein wird. Ein Umstand, der im Übrigen den Sparbemühungen der Stadt geschuldet ist.

Eigentlich wäre deren Ersatz bereits im Budget 2012 vorgesehen gewesen. Mit einen Betrag über 380'000 Franken; vom Parlament seinerzeit verabschiedet und zur Realisierung fürs 2013 gedacht.

«Für Rutschen dieser Art ist eine Lebensdauer von lediglich 15 Jahren vorgesehen», sagt Urs Kissling, Leiter der städtischen Tiefbauabteilung. Dann aber kam der Sparzwang für der Stadt und Verschiedenes, was nicht absolut zwingend erschien, wurde auf die lange Bank geschoben. So auch der Ersatz der Rutsche, dem eigentlichen Primus der Oltner Badi. Seit den späten 1980er-Jahren, als das Strandbad eine letzte grosse Modernisierung erfuhr, fungierte sie als regelrechte Attraktion. Einige Nutzer dürften sich noch daran erinnern.

Bis 30'000 Franken jährlich

Der Zustand der Rutsche liess sich bis zur Badesaison 2015 über Revisionsmassnahmen im betriebssicheren Zustand halten. Die sogenannten Aufharzungsarbeiten schlugen jährlich mit 20'000 bis 30'000 Franken zu Buche. Während des vergangenen Winters traten an der Rutsche aber Schäden auf, die mit satten 60'000 bis 80'000 Franken hätten korrigiert werden müssen. «Und dies trotz relativ milder klimatischer Gegebenheiten», wie Urs Kissling, Leiter der städtischen Tiefbauabteilung, erklärt. Zudem trat an den Übergangsstellen zwischen den einzelnen Elementen Rostbefall auf. Die Sicherheit der Nutzer stand auf dem Spiel. Die Abteilung Tiefbau zog die Notbremse. Der Stadtrat hiess die Sperrung der ältesten Spassanlage der Badi gut.

Massgefertigt und symmetrisch

Dass die Inbetriebnahme einer neuen Rutsche nicht auf die aktuelle Saison möglich war, hat unterschiedliche Gründe: Zum einen sind diese Produkte allesamt Unikate und damit massgefertigt. Zweitens ist die entsprechende Ersatzplanung erst mit dem definitiven Aus der alten Anlage angegangen worden, wie Stadtrat Thomas Marbet weiss. Und: «Für die Installierung wird auch ein Baugesuch notwendig sein», ergänzt er.

Als Nachfolger des einstigen Primus ist für die kommende Saison 2017 ein attraktiver Leckerbissen vorgesehen. Die Rutschen der Zukunft sollen ihren Nutzern nämlich ein Rennfeeling vermitteln. «Es gab immer wieder den Wunsch aus der Kundschaft, man möge doch ein Gerät beschaffen, bei dem interaktive Momente mitspielen», so Kissling. Und so denken die Verantwortlichen über eine doppelröhrige Anschaffung nach, die – symmetrisch angelegt – eine Rennsituation ermöglicht. Oder einfacher gesagt. Sie lässt feststellen, wer schneller unten im Wasser ankommt. «Die Attraktivität einer Badi wird auch an solchen Einrichtungen gemessen», sagt Kissling zur Wahl der neuen Anlage.

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