«Nehmt meine Sorge ernst und handelt im Sinne der Prävention beim Felsvorsprung am Born.» Oltens Gemeindepralamentarier Ernst Eggmann (parteilos) ist an der letzten Parlamentssitzung mit einer kleinen Anfrage an der Stadtrat gelangt. Eggmann nämlich dort sieht Wanderer in Gefahr. Aber nicht nur die, sondern auch jene, die auf dem völlig ungesicherten Felsvorsprung am Born ein Lagerfeuer einrichten und die Aussicht geniessen.

Bis zum Zeitpunkt der Solothurner Waldtage im Jahr 2014 wurde der Felsvorsprung allem Anschein nach als Aufenthaltsort wenig genutzt. Aber für die Waldtage wurde seinerzeit eine Aussichtsplattform nahe des Vorsprungs gebaut. Nach den Waldtagen blieb diese bewusst stehen und ging als Geschenk an die Bürgergemeinde Olten.

Georg Nussbaumer, Betriebsleiter Forstrevier Unterer Hauenstein und Mitorganisator der Waldtage 2014, weiss: «Wir haben die Plattform befristet stehenlassen. So ab dem Jahr 2024 wird die Konstruktion wieder abgeräumt.» Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass sich für Eggmann die Situation seit den Waldtagen dramatisch verändert hat. «Es hat heute sehr viel mehr Leute dort oben als noch vor den Waldtagen.» Eggmann selbst findet die Plattform im Übrigen absolut erhaltenswert. «Diese abzubauen wäre ein echter Verlust.» Deshalb bittet er die Stadt, selbst wenn diese nicht unmittelbar in der Verantwortung stehen würde, Sicherheitsmassvorkehrungen umzusetzen.

Wie Oltens Stadtpräsident Martin Wey auf Anfrage erklärt, erscheine ihm die Situation dort oben tatsächlich gefährlich. «Inwiefern die öffentliche Hand aber in der Pflicht steht, die Sicherheit zu gewährleisten, ist eine andere Frage.» Aber je mehr die Öffentlichkeit ermuntert werde, eine bestimmte Stelle aufzusuchen, desto eher stehe sie auch in der Pflicht, dort Sicherheit zu gewährleisten. Schliesslich glaubt der Stadtpräsident, das Anliegen Eggmanns sei so bedeutsam, dass die Beurteilung des Stadtrates öffentlich gemacht würde. Obwohl dies nicht zum Verfahren der kleinen Anfrage gehöre.