Die Altstadtkommission wollte der Grüne Michael Neuenschwander in die Baukommission zusammenführen. In seiner Motion begründete er den Vorstoss damit, dass mit der revidierten Gemeindeordnung viele Kommissionen aufgehoben würden, nur im Bauwesen sollte es weiterhin zwei Gremien geben.

Er traute der vereinten Fachkommission zu, Neu- und Umbauten zu behandeln wie auch Orts- und Denkmalschutz, was das Aufgabenfeld der Altstadtkommission ist.

Bei der stadträtlichen Antwort zu seinem Vorstoss sowie im Parlament fand Neuenschwander keine Unterstützung über seine Fraktion hinaus. Der Hauptgrund für die ablehnende Haltung: Wieso wurde dieser Antrag nicht damals gestellt, als es um die Teilrevision der Gemeindeordnung ging, über welche die Oltner vergangenen Juni abgestimmt haben? Zudem wäre für die Baukommission die kantonale Bauverordnung Rechtsgrundlage, für die Altstadtkommission, deren Perimeter die Alt- und Teile der Innenstadt sowie einige unter Schutz stehende Gebäude und Häuserzeilen umfasst, die kantonale Kulturdenkmäler-Verordnung.

Es sei nachvollziehbar, dass es zwei Kommissionen für zwei unterschiedliche Sichtweisen auf Bauten gebe, so ein weiteres Argument. Zudem drohe ein Verlust der Gemeindeautonomie, weil kantonal geschützte Denkmäler vom Kanton abgesegnet werden müssten. Neuenschwander stellte dies indes infrage, weil die fusionierte Baukommission alle Aufgaben der Altstadtkommission übernehmen würde. (fmu)