Region Olten

Die Ära Urs Blaser geht zu Ende: Wirtschaftsförderung bekommt neuen Geschäftsführer

Urs Blaser gibt Anfang Mai als regionaler Wirtschaftsförderer seinen Abschied. Der Trägerschaft Wirtschaftsförderung Region Olten hat Rolf Schmid (kleines Bild) als Nachfolger gewählt.

Urs Blaser gibt Anfang Mai als regionaler Wirtschaftsförderer seinen Abschied. Der Trägerschaft Wirtschaftsförderung Region Olten hat Rolf Schmid (kleines Bild) als Nachfolger gewählt.

Nach 18-jähriger Tätigkeit hat sich Urs Blaser entschieden, das Mandat als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung in neue Hände zu übergeben. Der Verein Wirtschaftsförderung Region Olten hat Rolf Schmid zu seinem Nachfolger bestimmt.

Er ist seit 18 Jahren regionaler Wirtschaftsförderer, der 61-jährige Urs Blaser aus Rickenbach. Per Anfang Mai kommenden Jahres aber ist Schluss. Am 3. Mai tritt Rolf Schmid (46), Starrkirch-Wil, in seine Fussstapfen. «Nach fast zwei Jahrzehnten scheide ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge», sagt Blaser, der sich von seiner Herzerkrankung erholt hat, wie er sagt. Aber er habe die Herausforderung auf anderer Ebene noch einmal gesucht. «Offen sein für Neues und für Veränderungen», wie Blaser sagt. Künftig wolle er sich mit seiner Firma Blaser und Partner auf neue, spannende Projekte konzentrieren.

Viel angerissen

In die Ära Blaser fallen zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen, die direkt oder indirekt durch die Wirtschaftsförderung lanciert wurden. Neben den aktuell laufenden Projekten, etwa dem des Aufbaus eines Innovationsparks in Biotechnologie, dem Coworking Space, dem Probewohnen sowie Plug and Start, hat sich Blaser auch an der Berufsinformationsmesse engagiert.

Summa summarum: «Er hat einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung unserer Wirtschaft und zur Schaffung von Arbeitsplätzen geleistet», so der Präsident der Trägerschaft Wirtschaftsförderung Region Olten, Stadtpräsident Martin Wey. Urs Blaser habe schon seit längerer Zeit angedeutet, seine Funktion als Wirtschaftsförderer aufgeben zu wollen. «Insofern ist sein Entscheid keine Überraschung für uns,» so Martin Wey weiter.

Inwiefern die Personalie zu Veränderungen etwa im Budget der Wirtschaftsförderung führt, vermag Wey nicht zu sagen. Mit Stadt, Kanton, Industrie- und Handelsverein sowie dem Regionalverein Olten-Gösgen-Gäu sind dort mehrere Geldgeber involviert. «Rund 200'000 Franken werden von den Parteien eingespeist», sagt Wey. Hinzu kämen weitere Geldgeber, die in Projekte eingebunden seien. Und: Man habe keinen neuen Wirtschaftsförderer per Annonce gesucht. «Uns war wichtig, einen regional verankerten Vertreter bestimmen zu können, der über die Kantonsgrenzen hinaus vernetzt ist und der ein breites Spektrum an Wissen und Erfahrung mitbringt», so Wey. Und so einer sei Rolf Schmid. Der habe auch bei Projekten der Wirtschaftsförderung mitgearbeitet.

Und Urs Blaser selbst meint: «Mit Rolf Schmid wird auf Kontinuität, Professionalität und Raum für Wachstum gesetzt.» Und was sagt Rolf Schmid? Über die nähere Zukunft der Wirtschaftsförderung Region Olten unter seiner Ägide mag er noch nicht reden. Aber er sagt: «Es wird doch einiges weiterverfolgt, was Urs Blaser initiiert hat. Aber natürlich bringe ich auch andere Ideen und Vorstellungen ein.» Und bezüglich einer Erhöhung des Budgets meint er lachend. «Es ist nicht meine Art, gleich zu Beginn einer Amtszeit mit Forderungen aufzuwarten.»

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