Olten

Die älteste Oltner Wirtschaft wird zum Flexitarier

Heute wird das Restaurant Stadtbad mit neuem Konzept wiedereröffnet. Es gibt viel Vegetarisches und Veganes – und fast kein Fleisch.

Das Restaurant Stadtbad wurde erstmals 1413 erwähnt und gilt damit als älteste Oltner Schenkwirtschaft. Mit der heutigen Wiedereröffnung wird sie vielleicht zum angesagtesten Lokal in der Stadt: Nicht nur das Ess- und Trinkkonzept ist auf eine Kundschaft ausgerichtet, die auf Gesundes, Fleischloses und oft Biologisches achtet: Es gibt ein täglich wechselndes Buffet mit kalten und warmen Speisen – alles vegetarisch oder vegan, das heisst ganze ohne Milchprodukte und Ei –, dazu hausgemachte Pasta unter anderem mit Fleischsaucen, heisse Panini, Suppen sowie Müsli und Backwaren zum Frühstück. Vegetarier und Leute, die auch mal für ein Essen auf Fleisch als Hauptbestandteil ihrer Mahlzeit verzichten können, sind hier am richtigen Ort.

Auch das Interieur soll Gäste ansprechen, die gerne Neues mit Altem verbinden: Das Lokal wurde von Grund auf saniert und mit einer neuen Küche ausgestattet. Anderes hingegen gibt dem Raum schon von Beginn weg die Patina, welche nur alte Dinge an sich haben: etwa Stühle und Tische, die in Brockenstuben und Flohmärkten zusammengekauft wurden.

Zudem wird mit verschiedenen Accessoires auf die ursprüngliche Nutzung des «Stadtbads» verwiesen. Hier sollen Oltner mal in Badewannen ihrer Körperreinigung nachgegangen sein – Lampenschirme aus Wassereimern oder eine alte zum Sofa umfunktionierte Badewanne zeugen davon. Das Historische Museum sucht derzeit noch nach Fotos dieser Zeit, die im Lokal gezeigt werden sollen.

Das Konzept ist in Olten neu, die Betreiber sind in der Stadt jedoch alte Bekannte. Die Chefs hinter dem Vierer-Team um Rahel Wüthrich sind die beiden Geschäftsführer des Hotels Olten, Darko Bosnjak und Dominique Mattenberger. Sie führen um die Ecke bereits die «Suppenstube/Gelateria», nun kommt ein zweites Standbein ausserhalb des Mutterhauses hinzu. Auslöser für die zweite Filiale in der Altstadt waren die mangelnden Sitzplätze in der «Suppenstube».

Das Essen fürs «Stadtbad» wird bis auf die frisch zubereitete Pasta ebenfalls in der Küche des Hotels gekocht – um diese noch besser auszulasten. Zudem gibts ab nächstem Sommer auch für die andere Filiale eine Änderung: Die «Gelateria» soll länger Glacé anbieten. Neu wird diese mit Biomilch im Hotel selbst hergestellt.

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