Olten
Die 16 festgenommenen Drogenhändler: Sie fuhren teure BMW und Mercedes

16 Personen eines Drogenhändlerrings wurden festgenommen, wie die Polizei am Montagmorgen bekannt gab. Nun ist klar: Die Drogenhändler fuhren teure Mercedes und BMW. 3 von 16 Tätern wurde bereits zu bedingten Strafen verurteilt und ausgeschafft.

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Ein BMW M5 (Symbolbild).

Ein BMW M5 (Symbolbild).

Keystone

Das kennt man sonst nur aus einem Mafiastreifen: Die 16 Kosovaren, Albaner, Schweizer und Portugiesen, die in den letzten zwei Jahren in der Region Olten verhaftet wurden, fuhren vorwiegend teure BMW und Mercedes. Gefunden hat die Polizei bei ihren zahlreichen Hausdurchsuchungen in Liegenschaften auch zehn verbotene Waffen: Schusswaffen, Messer, Schlagruten und Schlagstöcke. Dazu 120'000 Franken Bargeld und mehrere Kilo Drogen (Heroin, Kokain, Marihuana, Streckmittel).

Drei Personen bereits verurteilt und ausgeschafft

7 der 16 Festgenommenen befinden sich immer noch in Untersuchungshaft. 3 Täter wurden bereits in einem abgekürzten Verfahren zu bedingten Strafen zwischen 18 und 22 Monaten verurteilt wegen Verstoss gegen das Betäubungsmittelgesetz. Da sie keinen Wohnsitz in der Schweiz hatten, wurden diese bereits ausgeschafft. Eine Person wurde nach einem psychiatrischen Gutachten in den vorzeitigen Massnahmenvollzug eingewiesen. 5 Täter sind aber bereits wieder auf freiem Fuss, weil es keine Haftgründe mehr gibt, wie Cony Zubler, Mediensprecherin der Solothurner Staatsanwaltschaft, auf Anfrage sagt. Die Tatverdächtigen sind zwischen 25 und 35 Jahre alt.

Die Ermittlungen sind derzeit noch im Gang. Ob es zu weiteren Hausdurchsuchungen und Festnahmen kommen wird, ist laut Zubler noch unklar.

Was geschieht mit den 120'000 Franken?

Was mit den 120'000 Franken Bargeld geschieht, die vorläufig beschlagnahmt wurde, ist ebenfalls ungewiss. Es ist bisher nicht geklärt, ob das Geld tatsächlich auch aus dem Drogenhandel stammt. Dazu Zubler: «Das Gericht wird entscheiden, ob das beschlagnahmte Bargeld als Erlös aus dem Drogenhandel, als Ersatzforderung für den allenfalls nicht mehr vorhanden Gewinn aus dem Drogenhandel oder zur Sicherstellung von Verfahrenskosten einzuziehen ist.» Dass das Geld an die verhafteten Personen wieder zurückgegeben werden müsse, sei eher unwahrscheinlich. (fam)