Vergangenen Freitag wurde die dreizehnte Poetry-Slam-Trilogie in der Schützi in Olten gestartet. Vor vollem Haus präsentierten sich zehn Dichter, begleitet von der Band «Heiniger & the Jolly Carpenters» sowie moderiert von Lisa Christ und Marguerite Meyer. Geboten wurde die ganze Palette der «Spoken Word»-Welt, von Storytelling, Reimen, ernsten und witzigen Texten sowie präsentiert in klassischer wie auch energiegeladenen Performances.

Mit Wehwalt Koslovsky und Bonny Lycen eröffneten die weit gereisten Poeten aus Berlin und Leipzig den Abend und konnten trotz hervorragender Performance und sehr guten Texten aufgrund des unglücklichen Startplatzes nicht ins Finale einziehen. Es folgten einige neue Poetinnen und Poeten aus der Schweiz, die ebenso zu überzeugen wussten.

Magische Stille in der Schützi

Bei ruhigen, ernsten Texten wie beispielsweise der jungen Zürcherin Simone Fritschi entstand eine magische Stille im Raum. Bei der wilden und lauten Performance von Valerio Moser über «Trinke Wasser» stieg das Publikum jedoch schnell wieder auf die Interaktion mit dem Poeten ein. Dominik Muheim aus dem Baselbiet schaffte es als erster ins Finale. Der junge Poet gewann in Olten schon einige Slams sowie das Kabarett-Casting und seine Geschichten aus dem Alltag – über Kochschullehrerinnen und das Scheitern – lösten viele Lacher aus.

Mit einem Text über Einkauftourismus schaffte der grenznahe Deutsche Nik Salsflausen den Einzug in die Finalrunde. Ebenso Lorenz B, der neu auf Slambühnen zu sehen ist und mit seiner dadaistischen Performance mit Sprachformen und –mustern gepaart mit politischen Aussagen überzeugte. Er bewies, dass Slam sehr breit funktioniert und viel Freiheit bietet. Im Final konnte sich Salsflausen mit einer Analyse über «Was man ist ...» durchsetzen und den Pokal in die Höhe stemmen. Bereits im Januar geht die Trilogie weiter und es ist zu hoffen, wiederum so viele Formen der Bühnenpoesie zu sehen und die Finalisten erneut zu erleben. (MGT)