Olten
Der Wohltätigkeits-Lauf Wings for Life war ein nasskalter Spass

3652 Läuferinnen und Läufer nahmen in Olten bei der vierten Austragung des Wings for Life World Runs teil. Rund 300 Helferinnen und Helfer aus der Region machten die Durchführung des Wohltätigkeits-Lauf in Olten möglich.

Tobias Schalk
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Wings for Life World Run 2017 in Olten
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Mit einem seeligen Lächeln danken die Läufer für die dargebotene Verpflegung.
In der Verpflegungszone muss es schnell gehen.
In der Festwirtschaft eine letzte Stärkung zu sich nehmen.
Es ist genug Getränk für alle da.
Blick in den Garderobenbereich auf dem Aussenfeld im Kleinholz.
Wo geht's hier lang?
Blick in den Garderobenbereich.
Die Läufernummer will richtig befestigt sein.
Schnell einen Becher mit Flüssigkeit kippen.
Stolz präsentiert der Oltner Patric Wyss sein Shirt inklusive persönlicher Läufernummer.
Die Läufer werden entlang der Strecke von Jung und Alt angefeuert.
Die Auswahl an Getränken ist gross.
Die Helfer stehen mit flüssiger Erfrischung bereit.
Der Start will erdauert sein.
Verpflegungszone im Kleinholz.
Eine der vielen Läufergruppen. Speziellen Respekt verdient die Kombo Rollstuhlfahrerin-Läufer.
Impressionen vom Wings for Life World Run in Olten.
Impressionen vom Wings for Life World Run in Olten.
Impressionen vom Wings for Life World Run in Olten.
Die Läufermasse kennt kein Ende.
Impressionen vom Wings for Life World Run in Olten.
Impressionen vom Wings for Life World Run in Olten.
Gemeinsames Aufwärmen vor dem Start gegen Unterkühlung.
Einwegponchos gegen den Regen.
Qual der Wahl in der Verpflegungszone.
Impressionen vom Wings for Life World Run in Olten.
Impressionen vom Wings for Life World Run in Olten.
Impressionen vom Wings for Life World Run in Olten.
Impressionen vom Wings for Life World Run in Olten.
Impressionen vom Wings for Life World Run in Olten.
Läufer und Rollstuhlfahrer gemeinsam unterwegs.
Das Motto lautet: "Laufen für jene, die nicht laufen können".
Blick zum Startgelände.
Die Läufer auf der ERO auf dem Weg nach Wangen.
Impressionen vom Wings for Life World Run in Olten.
Die Läufer haben Olten ein erstes Mal hinter sich gelassen und strömen via ERO Richtung Gäu.
Der Spitzenläufer umrahmt von Fahrern der Bikeschule Olten.
Impressionen vom Wings for Life World Run in Olten.
Blick in das Stadion Kleinholz mit dem Check-in für die Läufer.

Wings for Life World Run 2017 in Olten

OT/Remo Fröhlicher

Sie helfen an Verpflegungsposten, beim Check-in im Kleinholz, als Einweiser beim Start auf der Sportstrasse, unterwegs als Streckenposten, bei der Koordination der Shuttlebusse oder beim Auf-/ und Abbau: die vielfältige Helferschar beim Wings-for-Life-Lauf.

Wenn auch die Organisation im Hintergrund zentral gesteuert ist, so prägen viele lokale Helfer, neudeutsch Volunteers genannt, das Gesicht der Oltner Ausgabe des mondialen Laufanlasses für einen guten Zweck. Gegen 300 an der Zahl sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Neben zwei Guggenmusik-Formationen als Exoten sind diverse Sportvereine und Schulklassen aus der Region als Helfer mit an Bord.

Biker in ihrem Element

Darunter finden sich auch sehr treue Gruppen, wie die Bikeschule Olten, welche seit der ersten Austragung mit von der Partie ist. Die Vorfreude steht den Bikern ins Gesicht geschrieben. Mit breitem Grinsen erzählen sie von ihrer Aufgabe: auf ihren Mountainbikes begleiten sie den Läufertross. Während sich einige an der Spitze tummeln, agieren andere am Schluss des Trosses als eine Art Besenwagen. Weiter begleitet eine Handvoll den Catcher-Car, damit dieser ungehindert sein Tempo halten kann.

Die misslichen Wetterbedingungen – immer wieder werden die Beteiligen vom Regen geduscht und vom bissigen Wind abgekühlt – kann ihrer Vorfreude keinen Abbruch tun: «Das Wetter ist kein Probleme. Wir sind uns das gewöhnt und haben uns entsprechend eingepackt», meint Präsident Fabian Spielmann.

"Garstiges Wetter sind wir uns gewöhnt. Mit der richtigen Ausrüstung ist das kein Problem." Rolf Biedermann, Roman Andres, Adrian Tschopp, Daniel Schumacher, Fabian Spielmann und Roman Koster von der Bikeschule Olten.
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"Wir leisten unseren Einsatz, um einen Beitrag an die Abschlussreise zu verdienen." Noah, Sina, Gina und Simon von der Kanti-Klasse 3aN.
"Ohne Helfer wäre ein Anlass dieser Grösse nicht möglich." Romy Steingruber, Helferkoordinatorin
"Wir sind froh, dürfen wir drinnen arbeiten." Jeanne, Félicien, Esmanur, Harry und Merve von der Kanti-Klasse 3NL.

"Garstiges Wetter sind wir uns gewöhnt. Mit der richtigen Ausrüstung ist das kein Problem." Rolf Biedermann, Roman Andres, Adrian Tschopp, Daniel Schumacher, Fabian Spielmann und Roman Koster von der Bikeschule Olten.

Oltner Tagblatt

«Wir schätzen den guten Zweck des Wing-for-Life-Laufs sehr und tragen gerne etwas dazu bei. Dass wir die Läufer mit dem Bike begleiten können ist für uns ideal.» Ihr Vorteil mit dem Bike sei, dass sie sehr flexibel seien, schnell die Position ändern könnten, direkten Kontakt mit den Läufern hielten und kein Abgas oder Staub entwickelten, was den Läufern zugute kommt.

Gemütlicher ists im Stadion

Dem Regenwetter entkommen sind einige Schulklassen von der Kanti Olten, welche beim Check-in im Stadion Kleinholz eingesetzt werden. Dort haben die Schüler ein schützendes Dach über dem Kopf. Ihre Aufgabe lautet die Einschreibung der Läufer vorzunehmen und Ausrüstung sowie Information bereitzustellen. Ihre Motivation ist es auch, die Klassenkasse für die Abschlussreise aufzubessern.

«Ich finde dies einen sehr schönen Anlass und daher habe ich meine Schüler bei ihrem Vorhaben gerne unterstützt»", erzählt Lehrerin Viktoria Langadaki, welche aus Solothurn angereist ist, um ihre Schützlinge vom 3aN zu beobachten. Diese haben den grössten Ansturm mit der Anmeldeflut kurz vor dem Mitttag bereits überstanden.

Beeindruckende Zahlen: 3652 laufen in Olten für einen guten Zweck


Bei der vierten Austragung des Wings for Life World Run, nahmen weltweit 155 288 Menschen teil, die insgesamt 1 431 183 Kilometer Laufdistanz zurücklegten. Zeitgleich an 25 Destinationen auf der ganzen Welt waren die Teilnehmenden einmal mehr unter dem Motto «Wir laufen für alle, die nicht laufen können» unterwegs.

Weltweit kamen so 6,8 Millionen Euro für die Stiftung Wings for Life zusammen, die zu 100 Prozent in Forschungsprojekte zur Heilung des verletzten Rückenmarks fliessen. In Olten mit 3652 Teilnehmern, rund 400 mehr als im Vorjahr, siegte heuer der Franzose Silvère Pruvost, der 68,11 Kilometer weit lief, bevor der Catcher-Car ihn überholte. Diana Müller war mit 46,81 Kilometern die laufstärkste Frau.

Weiterhin "unter Strom" steht jedoch Romy Steingruber, welche für die Helferkoordination verantwortlich ist. Ihre Arbeit hat lange im Voraus begonnen und aus dem Akquirieren von Helfern und deren Einteilung bestanden. Nun, am Lauftag zieht sie ein erstes Fazit: «Es läuft alles nach Plan. Klar, zwischendurch muss ich eingreifen, aber der grösste Aufwand ist geschafft.»

Es seien zum Grossteil Amateure, die hier mithelfen und so den Anlass ermöglichen. Als Gegenleistung erhalten die Volunteers einen Pauschalbetrag von fünfzig Franken, Gratis-Verpflegung und ein Shirt. Sie schätze sich glücklich, dass sie teils auf langjährige Helfergruppen zurückgreifen könne. Dass sich für diesen Charity-Lauf immer wieder genug Helfer finden, sei nicht selbstverständlich.

So ist die bunte Läuferkarawane, welche sich ab punkt 13 Uhr in Bewegung setzt und sich alsbald durchs Gäu schlängelt auch ein Produkt von vielen freiwilligen Helfern, die für ein kleines Entgelt aber vorallem für einen guten Zweck ihren Einsatz in ganz unterschiedlichen Bereichen leisten.