Er hat sich eine lange Bedenkzeit ausbedungen, doch nun hat sich der wilde FDP-Kandidat Thomas Rauch entschieden. Er zieht seine Kandidatur für die Oltner Stadtratswahlen zurück, wie er in einer Mitteilung schreibt. "Das Wahlergebnis in der Stadt Olten hat gezeigt, dass die Bevölkerung mit der Arbeit der bisherigen Stadträte zufrieden ist und wohl auch an der rot-grünen Mehrheit in der Exekutive festhalten will." Als Vertreter einer modernen, gesellschafts- und wirtschaftsliberalen Politik nehme er dies so zur Kenntnis.

Der 51-Jährige ex-Gemeinderat bedauert sehr, dass "insbesondere die wirtschaftsnahen politischen Kräfte innerhalb der Stadt Olten nicht zum Tragen gekommen sind". Auch seine FDP, bei der er noch immer Mitglied ist, kritisiert er: "Ich bin überzeugt, dass mit einer aktiven parteiinternen Unterstützung die Wahlchancen für einen solchen Kurs intakt gewesen wären."

Rauch erreichte im ersten Wahlgang bei zehn Kandidaten nur den zweitletzten Platz vor der SVP-Frau Ursula Rüegg. 

Fest steht nun, dass es für die verbleibenden zwei Sitze im zweiten Wahlgang am 23. April zur Ausmarchung zwischen drei Frauen kommen wird. Die bisherige Stadträtin Iris Schelbert (Grüne) tritt nochmals an, zudem die neuen Marion Rauber (SP) und Monique Rudolf von Rohr (FDP). Zurückgezogen haben sich neben Rauch bereits gestern Simon Gomm (Junge SP) und Ursula Rüegg (SVP). Schon im ersten Wahlgang gewählt wurden Martin Wey (CVP), Thomas Marbet (SP) und Benvenuto Savoldelli (FDP).