Olten Fasnacht
Der Umzug in Olten zeigte: Es geht auch mal ohne die Politik

1300 aktive Fasnächtler – davon 190 Kinder – haben den Fasnachtsumzug in der Dreitannenstadt gestaltet. In den letzten Jahren sind bei der Oltner Fasnacht immer weniger aktuelle politische Themen aufgegriffen worden.

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Säli-Zunft zu Olten mit den Sälikids: Don’t worry – Be Säli.

Säli-Zunft zu Olten mit den Sälikids: Don’t worry – Be Säli.

Bruno Kissling

23 Musikgruppen und 24 Wagen waren auf der Strecke. Mit dabei sind Formationen aus Biel, Weggis, Basel, Schwanden und Schaffhausen. «Wir erhalten Anfragen aus fast der ganzen Schweiz», erklärt Umzugschef Beat Soland. Und: Für die Umzugsteilnehmer ist es übrigens Pflicht, eine Maske zu tragen. Verkauft worden sind etwa 12000 Plaketten, etwas weniger als letztes Jahr, aber doch mehr als wegen des Wetters erwartet.

Guggen und Zünfte geben alles

Die Guggen und Zünfte liefern dem Publikum viele Hingucker. Jede Formation hat offensichtlich viel Zeit, Geduld und Herzblut in die Kostüme, Wagen und in die musikalischen Darbietungen investiert. Was auffällt ist, dass in den letzten Jahren immer weniger aktuelle politische Themen aufgegriffen werden – schade eigentlich.

Hingucker bieten die Säli-Zunft zu Olten mit den Sälikids (Don’t worry – Be Säli) mit ihren Smiley-Kostümen sowie die Glugger-Clique Trimbach (Lüge-Gschichte), die einen riesigen Pinocchio auf dem Wagen präsentieren. Besonders gut kommt auch die Guggi-Zunft zu Olten mit den Guggifägern (Wo esch er?) an, welche im «Wo ist Walter?»-Kostüm auftreten.

Die Fröschenweid Zunft zu Olten mit ihrem Froschlaich (Mer si glade!) haben sich mit Atomenergie auseinandergesetzt und die Tannzapfe-Zunft zu Olten (Bauer, ledig, sucht ...) mit der Fusion Olten Plus. Aber auch viele andere Zünfte bieten erstklassige Hingucker. Weitere beliebte Themen sind beim Umzug dieses Jahr unter anderem Clowns, Irland oder – das Flugbusiness. (otr)