59 Kandidatinnen und Kandidaten nahmen die Gelegenheit wahr, um an der diesjährigen Schweizer Meisterschaft der Gebäudetechnik an der Freiburger Messe teilzunehmen und ihr Können unter Beweis zu stellen. Darunter auch der Sanitärinstallateur Tim Schenker aus Gretzenbach.

Nachdem Tim Schenker diesen Sommer seinen Lehrabschluss mit einem Notendurchschnitt über fünf bei der Kurt Frey AG in Küttigen abgeschlossen hatte, stand ihm dabei auch nichts im Weg.

Im Gegenteil. Sein Lehrmeister Kurt Frey ermutigt seine Lehrlinge, ihr Können unter Beweis zu stellen. «Heutzutage sind handwerkliche Berufe nicht mehr so beliebt. Die Jugendlichen gehen lieber studieren. Deswegen ist es auch wichtig, unsere jungen Mitarbeiter zu fördern», erklärt der stolze Lehrmeister, dessen Sohn, Dieter Frey, die Silbermedaille bei den Gebäudetechnikplanern erhielt.

Bescheidener Sieger

Der Unterschied zu ihm ist nur, dass Tim Schenker tatsächlich Schweizer Meister in seiner Kategorie geworden ist. «Weil ich eben der Beste war», lacht er etwas verlegen. Warum gerade er schliesslich auf dem Podest des Erstplatzierten stehen durfte, wisse er auch nicht genau.

«Wir bekamen unsere Aufgabe zugeteilt und mussten damit in zehn Stunden, aufgeteilt auf zwei Tage, fertig werden», erinnert er sich zurück. Die Experten seien die ganze Zeit vor Ort gewesen und hätten sich ein Gesamtbild der Teilnehmer gemacht.

Denn neben den rein handwerklichen Fähigkeiten sind auch eine strukturierte Arbeitsweise, Belastbarkeit in Stresssituationen und Durchhaltewillen wichtig, um erfolgreich zu bestehen. Joël Walter aus Mühledorf, der seine Lehre bei der Riggenbach AG in Olten absolvierte, belegte in der Kategorie Lüftungsanlagenbauer den zweiten Platz.

Rund 80 000 Besucherinnen und Besucher kamen zur Freiburger Messe. «Ich war während dieser Zeit sehr auf die Arbeit konzentriert und bekam mit der Zeit gar nicht viel um mich rum mit», erinnert sich Schenker.

Alle Interessierten konnten am Messestand des Gebäudetechnikverbands suissetec beobachten, wie die jungen Berufsleute mit handwerklichen und planerischen Kniffen alle gestellten Herausforderungen ihres Berufsstandes meisterten.

«Natürlichen konnten die Zuschauer nicht direkt bis zu den Teilnehmern gelangen. Aus etwa drei bis vier Meter Abstand konnten die Zuschauer die detaillierte Arbeit der Jugendlichen auf einem Bildschirm mitverfolgen», so Kurt Frey. «Zu gewinnen gab es einen Akkubohrer, 700 Franken und Reisegutscheine», verrät Schenker.

Eventuell Weltmeister

Die Besten unter den Gewinnern haben die weitere Chance, sich für die Weltmeisterschaften im Bereich Heizung und Sanitär in Abu Dhabi zu qualifizieren. «Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich weitermachen will», meint Schenker.

Er habe an der Meisterschaft in der Schweiz viel Spass gehabt und auch viele neue Leute kennen gelernt, er müsse jedoch noch genauer darüber nachdenken. «Als Nächstes gehe ich ins Militär und danach habe ich vor, bei Frey AG zu bleiben und eine Zweitlehre als Heizungsinstallateur zu beginnen», ist sich Schenker sicher.

Auf die Frage hin, was denn sein Geheimnis als Lehrmeister wäre, meint Kurt Frey: «Viel Disziplin und eine gute Kommunikation sowie Zusammenarbeit mit den Eltern.»