Olten

Der Oltner Stadtrat nimmt den Klimaschutz mit einem Massnahmenplan in Angriff

Der Stadtrat will Massnahmen im Klimaschutz präsentieren.

Der Stadtrat will Massnahmen im Klimaschutz präsentieren.

Der Oltner Stadtrat will in diesem Jahr einen Massnahmenplan vorlegen – weitere Bereiche sind vom Thema betroffen.

Das Thema Klimaschutz hat im vergangenen Jahr mit mehreren Klimastreiks auch die Stadt Olten erreicht. Das hatte auch Folgen auf der politischen Ebene. Ende März hat das Gemeindeparlament einen dringlichen Vorschlag des lokalen Klimastreik-Komitees für erheblich erklärt und damit den Klimanotstand ausgerufen: Das bedeutet, dass die Stadt bis 2030 C02-neutral sein soll. In der November-Sitzung haben die Gemeindeparlamentarier nachgelegt und einen überparteilichen Vorstoss überwiesen, der vom Stadtrat einen Massnahmenplan fordert: Die Verwaltung der Stadt sowie deren Liegenschaften, Firmen und Geldanlagen sollen klimaneutral werden. Eine Frist wird in der Motion nicht genannt.

«Wir treffen uns heute Nachmittag zu einem ersten Gespräch mit einem externen Beraterteam, um einen solchen Massnahmenplan aufzuarbeiten», sagte Stadtpräsident Martin Wey an der gestrigen Jahresmedienkonferenz des Stadtrats. Beabsichtigt sei, verschiedene Massnahmenpakete zu schnüren und diese mit einem Preisschild zu versehen. Auch Vorschläge, welche die Jugendlichen dem Stadtrat Mitte Juni 2019 übergeben haben, sollen in den Massnahmenplan einfliessen. Dieser soll noch in diesem Jahr dem Parlament vorgelegt werden.

Weitere Bereiche sind betroffen. So will der Stadtrat eine Immobilien- und Werterhaltungsstrategie für die stadteigenen Liegenschaften erstellen. «Da werden wir aufzeigen, wie viel investiert werden muss, um etwa die Gebäude besser zu dämmen und mit einer kontrollierten Lüftung auszustatten», sagte Baudirektor Thomas Marbet.

In diesem Jahr steht auch die Erneuerung des Energiestadtlabels an. Derzeit erfüllt Olten 67 Prozent der für die Stadt möglichen Massnahmen, mindestens 50 Prozent sind nötig, um das Label halten zu können. Ziel des Stadtrats ist es, bei der übernächsten Rezertifizierung im Jahr 2024 das Goldlabel zu bekommen. Dafür sind 75 Prozent nötig. In diesem Jahr soll auch die Ortsplanungsrevision mit den ersten Mitwirkungsveranstaltungen starten, um das räumliche Leitbild auszuarbeiten. Auch hier wird Klimaschutz, etwa beim Energierichtplan, ein Thema sein. Mit Hilfe von diesem wird ein tieferer Verbrauch von fossilen Heizstoffen angestrebt.

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