Olten
Der neue Masterplan von Olten SüdWest ist auf der Zielgeraden

Nach der Umgestaltung des Masterplans für das neue Quartier Olten SüdWest soll die angestrebte hohe Dichte dank variabler Gestaltungsformen erreicht werden. Die Grundidee ist es, im Nordosten mit Gebäudekomplexen von bis zu 45 Meter Höhe eine grosse Dichte zu erreichen. Gegen Südwesten hin soll dies luftigere Strukturen ermöglichen.

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Der Schwarzplan mit einer möglichen Überbauungsstruktur von Olten SüdWest (unten links der Bildmitte) zeigt: Mit einem überarbeiteten Gestaltungsplan kann das Areal mit der Gesamtstadt verschmelzen.

Der Schwarzplan mit einer möglichen Überbauungsstruktur von Olten SüdWest (unten links der Bildmitte) zeigt: Mit einem überarbeiteten Gestaltungsplan kann das Areal mit der Gesamtstadt verschmelzen.

zVg

«Die Arbeiten am Masterplan für das Areal Olten SüdWest kommen voran und werden im Sommer pünktlich abgeschlossen werden können», heisst es in einer Mitteilung der Stadtkanzlei. Als aktuelle Bilanz dieser Arbeiten kristallisiert sich heraus: Auch wenn die hohe Dichte beibehalten wird, kann mit einem überarbeiteten Gestaltungsplan dafür gesorgt werden, dass das Areal mit der Gesamtstadt verschmilzt und nicht zu einem Fremdkörper wird.

Dies beweist der Schwarzplan (siehe Bild), welcher Olten SüdWest nun als schier organisch gewachsenen Puzzlestein der städtischen Überbauungsstruktur erscheinen lässt. Erreicht wurde diese Wirkung durch die Anordnung von Bauformen auswärtiger Überbauungen, die hinsichtlich ihrer optischen, sozialen, stadträumlichen und ökonomischen Wirkung als beispielhaft angesehen werden.

Hohe Dichte, Bebauung uniform

Der gültige Gestaltungsplan für SüdWest von 2008 erlaubt eine hohe Dichte bei beschränkter Gebäudehöhe und würde zu einer grossvolumigen und uniformen Bebauung führen, wie das bereits fertiggestellte Baufeld 4 vor Augen führt. Wenig lichte Aussenräume und monotone Geometrien würden zurückbleiben. Unter dieser Prämisse haben sich Grundeigentümerschaft und Stadtbehörden im Herbst 2016 gefunden, um in einem kooperativen Prozess den Gestaltungsplan zu überarbeiten.

«Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die im gültigen Gestaltungsplan definierten Höhen, die sich am Plateau Gheid orientieren, aufgebrochen werden." Markus Dietler, Stadtschreiber Stadt Olten

«Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die im gültigen Gestaltungsplan definierten Höhen, die sich am Plateau Gheid orientieren, aufgebrochen werden." Markus Dietler, Stadtschreiber Stadt Olten

Bruno Kissling

Auch Bauherr Sigmund Bachmann nimmt an jeder Sitzung teil. «Wir sind auf die Kooperationsbereitschaft des Grundeigentümers angewiesen», so Stadtschreiber Markus Dietler. Andernfalls wären die formulierten Ziele, künftig mehr Abwechslung in die Wohnnutzungen zu bringen und die Strassenräume und Grünflächen gestalterisch aufzuwerten, nicht anzugehen gewesen.

Bis 45 Meter hoch

Wie der Schwarzplan zeigt, besteht der aktuell verfolgte Ansatz darin, dass in Olten SüdWest vier asymmetrisch angeordnete Gebäudekomplexe gegenüber vom Bahnhof Hammer mit einer maximalen Höhe von bis 45 Metern die Leuchttürme hoher Dichte bilden. Die interne Arealerschliessung erfolgt neu künftig von Ost nach West. «Das heisst nun aber nicht, dass die Gebäudehöhen Richtung Westen zwingend kontinuierlich abnehmen», hebt Dietler hervor. Dies würde der Bebauungsmischform widersprechen und die über eine lange Zeitdauer erfolgende Entwicklung erneut einschränken.

Masterplan als Vorarbeit für Gestaltungsplan

Dennoch: Wahrnehmbar ist die luftiger werdende Struktur Richtung Westen. «Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die im gültigen Gestaltungsplan definierten Höhen, die sich am Plateau Gheid orientieren, aufgebrochen werden», so Dietler, der gleichzeitig zu bedenken gibt, dass die im Masterplan bestimmten Vorstellungen nicht zwingend eins zu eins in den überarbeiteten Gestaltungsplan einfliessen werden.

Bis zum Abschluss des Masterplans sollen die Leitplanken noch präzisiert werden, auf deren Basis die Grundeigentümerschaft bis zirka Ende 2018 die Ausarbeitung des neuen Gestaltungsplans vorsieht. Bevor der Gestaltungsplan ausgearbeitet wird, ist nach der Sommerpause vorgesehen, die Öffentlichkeit im Detail zu informieren.